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Mexiko: Knapp 50 Tote bei Gefängnisrevolte

Bei einem Aufstand in einem mexikanischen Gefängnis sind knapp 50 Menschen gestorben. Zwei verfeindete Häftlingsgruppen zettelten den Aufstand an.

Aufstand im Gefängnis: In Mexiko bangen Angehörige um die Häftlinge Zur Großansicht
REUTERS

Aufstand im Gefängnis: In Mexiko bangen Angehörige um die Häftlinge

Einen Tag vor dem Papstbesuch sind bei einer Gefängnisrevolte in Mexiko mindestens 49 Menschen getötet worden. Zwölf Personen seien verletzt worden, fünf von ihnen lebensgefährlich, teilte der Gouverneur des Staates Nuevo León, Jaime Rodríguez, mit. "Wir erleben eine Tragödie", sagte er. Zunächst hatte Rodríguez von 52 Toten gesprochen.

Der Aufstand begann am Mittwoch vor Mitternacht und wurde von zwei verfeindeten Häftlingsgruppen aus dem Drogenmilieu angezettelt. In Lagerräumen wurde Feuer gelegt. Eine Gruppe sei von einem ranghohen Mitglied des Zeta-Kartells angeführt worden, sagte der Gouverneur.

Erst um 1.30 Uhr beendeten Bundes- und Bereitschaftspolizisten den Aufstand. Niemandem sei die Flucht gelungen, sagte Gouverneur Rodríguez.

Lange hing über dem riesigen Gefängniskomplex eine dichte Rauchwolke. Deshalb waren besorgte Angehörige noch vor Sonnenaufgang zum Gefängnis geeilt und hatten verzweifelt auf Nachrichten gewartet. Einige warfen Steine auf die Polizisten, die den Eingang bewachten.

Die mexikanischen Gefängnisse sind häufig überfüllt. Gouverneur Rodríguez nannte die unzumutbaren Haftbedingungen als einen Grund für die Revolte.

lba/gam/dpa

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