Mexiko Zwölf Tote bei Revierkämpfen zwischen Benzindieben

Bei Kämpfen zwischen Benzindieben sind in Mexiko zwölf Menschen getötet worden. Auch zwei Anführer örtlicher Banden sollen erschossen worden sein.

Mexikanische Polizisten vor einem brennenden Benzinlager in Tepeaca, im Bundesstaat Puebla
AP

Mexikanische Polizisten vor einem brennenden Benzinlager in Tepeaca, im Bundesstaat Puebla


Im zentralmexikanischen Bundesstaat Puebla sind bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Diebesbanden zwölf Menschen ums Leben gekommen.

"Wir gehen davon aus, dass in den Benzindiebstahl verwickelte Banden ihre Rechnungen beglichen haben", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Jetzt laufen die Ermittlungen.

In der Ortschaft Tlaltenango starben fünf Personen im Kugelhagel, bei denen es sich um "Huachicoleros" gehandelt haben soll, Mitglieder zweier auf Benzin spezialisierter Diebesbanden. Augenzeugen berichteten, eine Gruppe von Männern sei aus einem Geländewagen beschossen worden. Vier Personen starben am Tatort, eine fünfte erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

In einer Klinik in der Hauptstadt des Bundesstaates Puebla wurden vier Menschen getötet. Unter ihnen ist auch ein Boss einer örtlichen Diebesbande, der sich in dem Hospital befand, um sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen. Laut Radio RCN "verschonten" bewaffnete Auftragskiller eine Krankenschwester und zwei Minderjährige.

Nur wenige Stunden später wurde in der Gemeinde Chachapa eine Leiche gefunden, kurz darauf starben zwei weitere Männer in der Ortschaft Amozoc im Kugelhagel.

Der Diebstahl von Treibstoff ist in Mexiko weitverbreitet. Der staatliche Ölkonzern Pemex verliert dadurch pro Jahr über eine Milliarde US-Dollar. In den Diebstahl sind sowohl lokale Gruppen als auch die großen Verbrechersyndikate verwickelt. Beim illegalen Abzapfen kommt es auch immer wieder zu schweren Unfällen.

ala/dpa

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