Abschuss von MH17 Prozess soll in den Niederlanden stattfinden

298 Menschen starben, als der Passagierflug MH17 über der Ukraine abgeschossen wurde. Nun wollen die Ermittler die mutmaßlichen Täter vor ein niederländisches Gericht stellen - Haftbefehle gibt es noch nicht.

Wrackteil der abgeschossenen Maschine MH17
DPA

Wrackteil der abgeschossenen Maschine MH17


Niemand überlebte, als vor knapp drei Jahren eine Passagiermaschine von Malaysia Airlines über der Ukraine abgeschossen wurde. Nun sollen sich die mutmaßlichen Täter vor einem Gericht in den Niederlanden dafür verantworten. Darauf hätten sich die an den Ermittlungen beteiligten Länder geeinigt, teilte die Regierung in Den Haag mit. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen und es seien noch keine Haftbefehle erlassen worden, hieß es.

Die Boeing der Malaysia Airlines mit Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 über umkämpftem Gebiet der Ostukraine mit einer Luftabwehrrakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, die meisten waren Niederländer. Nach den vorgelegten Beweisen sind prorussische Rebellen für den Abschuss verantwortlich. Die Rakete des Typs Buk stammte demnach aus Russland.

An den Ermittlungen sind außer den Niederlanden auch Malaysia, Belgien, die Ukraine und Australien beteiligt. Russland hatte die Einrichtung eines Uno-Sondertribunals im Weltsicherheitsrat blockiert. Da Russland wahrscheinlich Verdächtige nicht ausliefern wird, ist es fraglich, ob die mutmaßlichen Täter jemals vor einem Gericht erscheinen werden.

asc/dpa/Reuters



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