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Mietrecht: 18 Katzen in Wohnung rechtfertigen fristlose Kündigung

18 Katzen auf 100 Quadratmetern? Zu viel, hat das Amtsgericht Augsburg entschieden. Die fristlose Kündigung durch den Vermieter war rechtens.

Das Augsburger Amtsgericht hat einem Vermieter recht gegeben: 18 Katzen in einer 100-Quadratmeter-Mietwohnung sind zu viel und rechtfertigen eine fristlose Kündigung. Nachdem die Berufung der Mieter keinen Erfolg gehabt habe, sei das Urteil nun rechtskräftig, teilte eine Justizsprecherin mit.

Der Vermieter hatte den Mietern beim Einzug vor vier Jahren erlaubt, in der Wohnung im dritten Stock eine Katze zu halten. Da tatsächlich aber viel mehr Tiere in der Wohnung lebten, beschwerten sich nach Angaben des Eigentümers die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses - etwa über Gestank von Katzenurin im Treppenhaus.

Die Mieter bestritten vor Gericht, dass es wegen der Katzen stinke. Außerdem seien es nur sieben erwachsene Tiere, die anderen elf Katzen seien erst wenige Wochen alt.

Das Gericht folgte dieser Argumentation jedoch nicht. Es komme letztlich nicht auf die tatsächliche Geruchsbelästigung an. Selbst nur sieben erwachsene Katzen seien eine Pflichtverletzung der Mieter, die der Vermieter nicht hinnehmen müsse.

wit/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 46 Beiträge
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1. Falsche Überschrift
Delos99 24.11.2015
Wohl eher "Mietzrecht".
2.
condor99 24.11.2015
Finde ich als Mieter gut. Das hat mit Tierliebe nichts mehr zutun und ist für alle anderen schon mehr als eine Belästigung.
3.
Minster 24.11.2015
Ich verstehe die Katzenbesitzer nicht, die das ohnehin schon angespannte "Verhältnis" von Vermietern zu "Haustieren" unnötig weiter strapazieren müssen und uns "normale" Katzenbesitzer die Wohnungssuche unnötig erschweren. Jedes Tier "stinkt" in gewisser Weise. Mal mehr streng, mal weniger. Je mehr man davon aber in einer Wohnung hat, desto problematischer kann das werden. Und wenn nur "1" Katze erlaubt ist, dann ist es halt so. Selbst 2 sind schon am äußersten Toleranzlevel eines Vermieters, wenn die so was mitbekommen. Dann muss man sich auch nicht wundern wenn das Verhältnis untereinander sich verschlechtert.
4. Es sollte endlich
giwi21 24.11.2015
eine Katzensteuer eingeführt werden.
5. Das nennt man...
Jasro 24.11.2015
..."Animal Hoarding" und das gilt als Symptom einer psychischen Störung. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Tierhortung http://www.spiegel.tv/filme/animal-hoarding Das ist übrigens nicht "nur" ein Fall für den Vermieter, sondern auch für den Tierschutz, denn "Animal Hoarding" ist so gut wie immer in der Praxis Tierquälerei, auch wenn es als "Tierliebe" gemeint ist.
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