Mönchengladbach Vater soll Säugling misshandelt und erschlagen haben

Tagelang soll ein 26 Jahre alter Vater aus Mönchengladbach sein Baby misshandelt und missbraucht haben - das Neugeborene starb. Der Mann gestand die Tat, ihm droht eine Verurteilung wegen Mordes.


Ein 26-Jähriger aus Mönchengladbach soll sein Baby tagelang misshandelt und dann in einem "Gewaltexzess" erschlagen haben. Gegen den Vater aus Mönchengladbach wurde Haftbefehl wegen Mordes, Misshandlung von Schutzbefohlenen und wegen schweren sexuellen Missbrauchs erlassen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Der Säugling sei nach der Geburt vier Tage im Krankenhaus gewesen, bevor er nach Hause kam. Dort sei es zu Problemen gekommen. "Der Vater hat angefangen, den Jungen zu quälen. Er hat ihn körperlich zu hart angefasst, er hat ihn gequetscht, dann irgendwann auch mit heißer Milch am Mund verbrannt", schilderte Chefermittler Ingo Thiel. Zwei Tage vor dem Tod des Kindes am Mittwoch habe er den Jungen so schwer misshandelt, dass ihn selbst die Mutter nicht mehr beruhigen konnte. Der Junge habe nur noch geschrien.

Am frühen Mittwochmorgen habe der Mann versucht, den Jungen zu füttern, was nicht geklappt habe. Er habe den Jungen geschüttelt. "Er hat sich letztlich auf den Jungen draufgesetzt und ihn anschließend erschlagen", sagte Thiel. Es sei noch zum sexuellen Missbrauch des Jungen gekommen. Danach soll der Mann das tote Kind ins Bett gelegt und sich dann selbst noch mal hingelegt haben. Erst Stunden später sei dann der Notarzt verständigt worden.

Eine Computertomographie habe danach erste Hinweise auf Gewalt geliefert. "Bei der Obduktion sind immense Misshandlungen festgestellt worden", sagte Thiel, "vor allem am Kopf."

"Wir gehen davon aus, dass die Mutter in den letzten Tagen, wo der kleine Leo noch leben durfte, schon wusste, was da abgeht und was da passiert ist, aber aktiv nicht eingegriffen hat", sagte Thiel. Die Frau habe das gestanden.

Das Paar war nach Polizeiangaben seit fünf Jahren verheiratet. Weder Mann noch Frau seien vorbestraft. Der 26-Jährige habe kurz nach der Geburt des Kindes seine Stelle als Lagerist verloren, hieß es.

kis/kes/AFP



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