Toter Säugling in Mönchengladbach Staatsanwaltschaft wirft Vater Mord vor

Ein Vater soll seinen kleinen Sohn gequält und schließlich getötet haben: Deshalb steht er nun vor Gericht. Auch die Mutter ist angeklagt - sie soll den Tod des Jungen billigend in Kauf genommen haben.

Amts- und Landgericht Mönchengladbach (Archiv)
DPA

Amts- und Landgericht Mönchengladbach (Archiv)


Vor dem Landgericht Mönchengladbach hat der Prozess gegen die Eltern eines misshandelten und getöteten Säuglings begonnen. Wochenlang soll der 30-jährige Vater seinen nur wenige Wochen alten Sohn gequält und Anfang Februar schließlich getötet haben, um die Misshandlungen zu vertuschen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord und die Misshandlung Schutzbefohlener vor. Er soll den Jungen in der Nacht zum 1. Februar so lange in eine Decke gedrückt haben, bis dieser aufhörte zu atmen.

Die 30-jährige Mutter des Babys soll die Misshandlung ihres Kindes teilweise gesehen aber nicht eingegriffen haben. Damit habe sie den Tod des Jungen billigend in Kauf genommen, lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Die Frau steht wegen Totschlags durch Unterlassen in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen vor Gericht.

Kriminalkommissar Ingo Thiel hatte nach der Tatgesagt, der Vater habe sich mit der Geburt des Kindes offenbar in seinen Gewohnheiten eingeschränkt gefühlt, da er nicht mehr bis mittags habe schlafen können.

Der Anklage zufolge solle sich der 94 Kilogramm schwere Mann daraufhin täglich mehrmals auf Brust und Bauch des Säuglings gestützt und diesen dabei schwer verletzt haben. Bei der Obduktion des Jungen seien Rippenbrüche und Verletzungen der inneren Organe festgestellt worden. Das Kind sei schließlich an einer Kombination aus erheblichem inneren Blutverlust und Ersticken gestorben, hieß es.

fek/dpa



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