Illegales Autorennen in Mönchengladbach Polizei ermittelt zweiten Raser

Bei einem illegalen Autorennen in Mönchengladbach wurde ein Passant getötet. Nun hat die Polizei den zweiten mutmaßlichen Fahrer ermittelt.

Das Autowrack an der Unfallstelle in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).
DPA

Das Autowrack an der Unfallstelle in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).


Zwei Männer lieferten sich am Samstag in Mönchengladbach ein illegales Autorennen. Einer der beiden verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und erfasste einen Fußgänger. Der 38-jährige Mann starb wenig später. Ein Raser wurde seit dem Vorfall gesucht und nun offenbar gefunden.

"Der Fall ist geklärt", sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. Der zweite Unfallverursacher sei ermittelt worden. Weitere Informationen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Presseerklärung im Laufe des Tages veröffentlichen.

Bei dem Autorennen am Samstag war einer der Fahrer laut Zeugenaussagen bei einem Überholmanöver in den Gegenverkehr gerast, dabei erfasste er einen 38-jährigen Passanten. Der Fahrer sei noch vor Ort festgenommen worden. Gegen den Raser wurde ein Strafverfahren eingeleitet, er ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

In der jüngeren Vergangenheit hat es in Deutschland mehrere schwere Unfälle bei illegalen Autorennen gegeben. Zwei Raser in Berlin wurden von einem Gericht Ende Februar wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. In Hagen müssen sich zurzeit zwei Angeklagte wegen eines mutmaßlichen Autorennens, bei dem fünf Menschen verletzt wurden, vor dem Landgericht verantworten.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe befasst sich mit einem weiteren Fall. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verschärfung der Strafen gegen zwei Männer. Die Raser hatten sich im April 2015 in Köln ein Rennen geliefert. Auch die Politik reagiert: Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an einem Gesetzentwurf, der für Raser nach einem tödlichen Unfall bis zu zehn Jahre Haftvorsieht.

asz/dpa



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