Kindesmissbrauch Mutmaßlicher Sexualstraftäter nennt Namen seiner Opfer

Ein 45-Jähriger soll mehrere Kinder missbraucht haben. Der Tatverdächtige nannte nun die Namen von zwei mutmaßlichen Opfern. Die Ermittler gehen jedoch von einem weiteren Fall aus.


Der nach einer Öffentlichkeitsfahndung gefasste mutmaßliche Sexualstraftäter vom Niederrhein hat laut Staatsanwaltschaft die Namen zweier Kinder genannt, die er missbraucht haben soll. "Hinsichtlich eines dritten mutmaßlichen Opfers hat er die Angaben des Namens verweigert", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Der Anwalt habe dem Beschuldigten dann geraten, keine weiteren Angaben zu machen.

Bei den beiden genannten Kindern handele es sich um die sechs und zwölf Jahre alten Söhne einer Bekannten, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main "Focus Online", bevor das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach abgegeben wurde.

Dem mutmaßlichen Täter werden schwerer sexueller Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung von kinderpornografischen Schriften vorgeworfen. Bisher waren die Ermittler davon ausgegangen, dass der 45-Jährige aus Viersen zwei Jungen mehrfach missbraucht und 3800 Bilder und Videos davon im Internet veröffentlicht hat.

Auf den Bildern und Videos ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der schwere sexuelle Missbrauch von zwei Jungen zu sehen. Die Aufnahmen waren vermutlich seit Oktober 2014 erstellt worden und wurden im Dezember 2017 auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet veröffentlicht, einem verborgenen Bereich des Internets, der anonym genutzt wird. Nach einer Öffentlichkeitsfahndung mit Foto war der Mann in der Nacht zum Dienstag in Krefeld festgenommen worden.

bbr/dpa



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