Karlsruhe - Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Karlsruhe unter Berufung auf die Justizbehörden in Montenegro mit. Der 42-jährige Bordellbesitzer - eine stadtbekannte Rotlichtgröße in Karlsruhe - war im Januar 2004 in einem Café der Innenstadt am helllichten Tag erschossen worden. Zuvor war im Dezember 2003 ein auf ihn verübtes Sprengstoffattentat gescheitert.
Das Karlsruher Landgericht hatte im Mai 2005 die beiden Auftraggeber der Todesschüsse jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt. Es handelt sich um zwei im Karlsruher Rotlichtmilieu tätige Männer aus Serbien-Montenegro. Der Richter sprach von einem "Auftragsmord in Mafia-Art".
Zwei weitere an der Tat beteiligte Landsleute wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Fahndung nach einem 27-jährigen Landsmann des inhaftierten mutmaßlichen Todesschützen dauert noch an.
Hintergrund des Verbrechens waren Auseinandersetzungen im Rotlichtmilieu. Der Bordellbesitzer hatte den späteren Auftraggebern der Bluttat "Stadtverbot" erteilt - wegen Streitereien um eine Prostituierte und eine nicht bezahlte Geldforderung für einen Sportwagen.
jjc/ddp
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