Montenegro Mutmaßlicher "Hells Angels"-Auftragskiller gefasst

Dreieinhalb Jahre nach dem Auftragsmord an einem Führungsmitglied der Rockergruppe "Hells Angels" in Karlsruhe wurde der mutmaßliche Todesschütze gefasst. Der 28-Jährige befindet sich in Montenegro in Untersuchungshaft.


Karlsruhe - Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Karlsruhe unter Berufung auf die Justizbehörden in Montenegro mit. Der 42-jährige Bordellbesitzer - eine stadtbekannte Rotlichtgröße in Karlsruhe - war im Januar 2004 in einem Café der Innenstadt am helllichten Tag erschossen worden. Zuvor war im Dezember 2003 ein auf ihn verübtes Sprengstoffattentat gescheitert.

"Hells Angels"-Mitglied: "Auftragsmord in Mafia-Art"
AP

"Hells Angels"-Mitglied: "Auftragsmord in Mafia-Art"

Das Karlsruher Landgericht hatte im Mai 2005 die beiden Auftraggeber der Todesschüsse jeweils zu lebenslanger Haft verurteilt. Es handelt sich um zwei im Karlsruher Rotlichtmilieu tätige Männer aus Serbien-Montenegro. Der Richter sprach von einem "Auftragsmord in Mafia-Art".

Zwei weitere an der Tat beteiligte Landsleute wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Fahndung nach einem 27-jährigen Landsmann des inhaftierten mutmaßlichen Todesschützen dauert noch an.

Hintergrund des Verbrechens waren Auseinandersetzungen im Rotlichtmilieu. Der Bordellbesitzer hatte den späteren Auftraggebern der Bluttat "Stadtverbot" erteilt - wegen Streitereien um eine Prostituierte und eine nicht bezahlte Geldforderung für einen Sportwagen.

jjc/ddp



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