Moorbrand bei Meppen Verdacht auf Brandstiftung  - Ermittler durchsuchen Bundeswehrgelände

Hat die Bundeswehr gegen Brandschutzvorschriften verstoßen? Polizei und Staatsanwaltschaft haben im Emsland Datenträger und Protokolle sichergestellt.

Schild auf dem Gelände der Bundeswehr bei Meppen
DPA

Schild auf dem Gelände der Bundeswehr bei Meppen


Wegen des Moorbrandes bei Meppen haben die Ermittler das betroffene Bundeswehrgelände durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück am frühen Abend mit. Zwei Staatsanwälte und vier Polizisten seien an der Durchsuchung beteiligt gewesen.

Die Beamten ermitteln wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen unbekannt. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Wehrtechnischen Dienststelle 91 vorgenommen worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden. Den Start des Ermittlungsverfahrens hatte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgegeben.

Der Moorbrand war bei Raketentests auf dem Bundeswehrgelände Anfang September ausgebrochen. Mittlerweile brennen dort 800 Hektar Torf. Sturmböen drohen den Brand weiter anzufachen. Der Landkreis Emsland rief den Katastrophenfall aus und erwägt die Evakuierung benachbarter Dörfer.

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Moorbrand in Meppen: Das Dauerfeuer

Ziel der Durchsuchungen sei es gewesen, unter anderem Datenträger und Protokolle sicherzustellen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Unterlagen sollten Aufschluss darüber geben, wie genau die Schießübung abgelaufen ist und ob es dabei Verstöße gegen brandschutzrechtliche Schutzvorschriften gegeben haben könnte. Zu möglichen Erkenntnissen machten die Ermittler keine Angaben.

bbr/dpa

insgesamt 31 Beiträge
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@TheRealJogi 21.09.2018
1. Man erkläre mir bitte einmal...
...warum es in solchen Fällen immer erst einige Wochen dauert, bis tatsächlich Beweise gesichert werden? Es hat doch von Anfang an festgestanden, wer den Brand verursacht hat, und auf welche Weise? Zumindest wird es entsprechend in diversen Medien (auch SPON) berichtet. Als Verursacher würde ich doch in der Zwischenzeit einfach mal schauen, daß belastendes Material nicht mehr auffindbar ist, falls doch noch tatsächlich irgendwann mal die Staatsanwaltschaft vor der Tür steht. Oder ist meine Denkweise naiv?
Gegenanflug27 21.09.2018
2. Insidertip
Einem Whistleblower zufolge haben sich, der Standortkommandant und der Raketenschütze je 2 Tannenzweige an den Helm gesteckt und sich dann hinter der Buchenhecke an der Wachbarracke versteckt. Und jetzt der Tip an die Ermittler: Ihr erkennt die Flüchtigen an dem Tannenzweig, der aus einer Buchenhecke ragt. Stüüüülllgeestaaaanden !
Gegenanflug27 21.09.2018
3. Insidertip
Einem Whistleblower zufolge haben sich, der Standortkommandant und der Raketenschütze je 2 Tannenzweige an den Helm gesteckt und sich dann hinter der Buchenhecke an der Wachbarracke versteckt. Und jetzt der Tip an die Ermittler: Ihr erkennt die Flüchtigen an dem Tannenzweig, der aus einer Buchenhecke ragt. Stüüüülllgeestaaaanden !
Gegenanflug27 21.09.2018
4. Insidertip
Einem Whistleblower zufolge haben sich, der Standortkommandant und der Raketenschütze je 2 Tannenzweige an den Helm gesteckt und sich dann hinter der Buchenhecke an der Wachbarracke versteckt. Und jetzt der Tip an die Ermittler: Ihr erkennt die Flüchtigen an dem Tannenzweig, der aus einer Buchenhecke ragt. Stüüüülllgeestaaaanden !
materialist 21.09.2018
5. Bärendienst der Deutschland dienenden
Ein halbes Jahr kein Regen,32 Grad Celsius,trockener Moorboden (trockenes Torf ist ein super Brennmaterial),Feuerwehrfahrzeug kaputt und die koeln dort rum.Gehts NOCH?
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