Getötet bulgarische Journalistin Tatverdächtiger wegen Mordes angeklagt

Im Fall der getöteten Moderatorin Viktoria Marinowa ist gegen einen 21-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben worden. Er bezeichnete sich im Gespräch mit Reportern als schuldig.

Severin K. im Gericht in Russe
REUTERS

Severin K. im Gericht in Russe


Knapp zwei Wochen nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Viktoria Marinowa ist der mutmaßliche Täter wegen Mordes und Vergewaltigung beschuldigt worden. Der Bulgare Severin K., der in Deutschland gefasst und in seine Heimat ausgeliefert worden war, soll wegen Fluchtgefahr bis zum Beginn eines Prozesses in Untersuchungshaft bleiben.

Beim Eintreffen am Gerichtsgebäude in der nordbulgarischen Stadt Russe sagte Severin K. zu Reportern, er sei schuldig. "Es tut mir leid. Ich kann nicht glauben, dass ich das getan habe." Er habe Marinowa angegriffen, könne sich aber an nichts erinnern, sagte der 21-Jährige. Er war am 10. Oktober in Stade festgenommen und anschließend in die bulgarische Hauptstadt Sofia gebracht worden.

Die Leiche der 30-jährigen Marinowa war am 7. Oktober in einem Park am Donau-Ufer in Russe gefunden worden. Die Moderatorin des lokalen Kabelsenders TVN war dort joggen gegangen. Die bulgarischen Behörden gehen nicht von einem Zusammenhang zwischen der Tat und Marinowas journalistischer Arbeit aus.

Die bulgarischen Ermittler entdeckten eigenen Angaben zufolge Genmaterial des Mannes am Körper der Toten. Deutschen Ermittlern hatte Severin K. gesagt, er habe eine ihm unbekannte Frau geschlagen, bestritt aber eine Tötungsabsicht. Falls er verurteilt wird, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

skr/AFP/AP/Reuters

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