Mord an deutschen Urlaubern Türkische Polizei fasst Verdächtigen

Im südtürkischen Urlaubsort Alanya ist ein deutsches Paar bei einem Raubüberfall getötet worden. Die Polizei nahm jetzt einen Tatverdächtigen fest. Er soll vorbestraft sein.

Alanya an der türkischen Riviera: Brutaler Raubüberfall in der Ferienwohnung
Corbis

Alanya an der türkischen Riviera: Brutaler Raubüberfall in der Ferienwohnung


Istanbul - Tagelang versuchten Verwandte, Kerstin und Peter H. in ihrer Wohnung im türkischen Alanya zu erreichen. Am 21. August brach die Polizei die Haustür auf und fand die Leichen der beiden Deutschen.

Zu diesem Zeitpunkt waren der 65-Jährige und seine 15 Jahre jüngere Frau vermutlich schon mehrere Tage tot. Der Gärtner der Wohnanlage erklärte, er habe das Paar am 16. August das letzte Mal gesehen.

Wie die Zeitung "Hürriyet" berichtet, sollen Aufnahmen einer Überwachungskamera die Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Täters geführt haben. Dabei soll es sich um einen vorbestraften 37-Jährigen handeln, der am Tatabend zusammen mit einem Komplizen mit den Deutschen einen Drink genommen und sie dann getötet haben soll. Der mutmaßliche Mittäter ist flüchtig, wurde aber von der Polizei bereits namentlich genannt.

Schockierend die Brutalität, mit der die Täter vorgingen: Sie knebelten ihre Opfer, fesselten Hände und Füße und töteten sie dann mit Schlägen auf den Kopf. Dann raubten sie das Paar aus.

Die "Bild"-Zeitung und die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichteten, der Verdächtige sei auf Bewährung in Freiheit gewesen und am nordtürkischen Schwarzmeerort Zonguldak gefasst worden.

Anadolu meldete, der Mann sei festgenommen worden, als er versucht habe zu fliehen. "Bild" berichtete, der 37-Jährige sei 2003 wegen Mordes zu 16 Jahren Haft verurteilt worden, wegen eines Amnestie-Gesetzes 2007 aber wieder freigekommen. Anfang 2012 sei er wegen einer Schlägerei wieder inhaftiert, Ende desselben Jahres dann aber auf Bewährung freigelassen worden.

ala/dpa

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