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Mord an Prager Taxifahrer: Höchststrafen für junge Männer aus Baden-Württemberg

Landgericht Tübingen: Lange Haftstrafen für junge Männer wegen Mord an Taxifahrer Zur Großansicht
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Landgericht Tübingen: Lange Haftstrafen für junge Männer wegen Mord an Taxifahrer

Wegen Mordes an einem tschechischen Taxifahrer sind ein 17-Jähriger und ein 22-Jähriger aus Baden-Württemberg zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Tübingen sah es als erwiesen an, dass die Freunde den Mann im Juni 2013 nahe Prag mit einem Beil erschlugen.

Tübingen - Sie wählten einen tschechischen Taxifahrer als Opfer aus, ließen sich von ihm zu einem abgelegenen Ort fahren und erschlugen ihn dort mit einem Beil: Ein 17-Jähriger und ein 22-Jähriger aus dem baden-württembergischen Rottenburg sind vom Landgericht Tübingen wegen Mordes verurteilt worden. Den jüngeren Täter erwarten zehn Jahre Jugendstrafe, der Ältere muss lebenslang hinter Gitter.

Laut Staatsanwaltschaft hatte die beiden ein ausgeprägtes Interesse am Satanismus und Vampirismus verbunden. Sie sollen sich unter anderem Filme aus der Szene angeschaut haben, in denen es teilweise um extreme Gewalt ging. Nach und nach seien konkrete Gewalt- und Tötungsphantasien entstanden.

Im Juni fuhren die beiden dem Gericht zufolge nach Prag. Dort stiegen sie in das Taxi des 39-jährigen Opfers und ließen sich von ihm außerhalb der Stadt in der Nähe eines Friedhofs absetzen. Mit einem Beil und einem Schraubenschlüssel schlugen sie den Mann, bis er an einer Halsverletzung starb. Insgesamt erlitt er 42 Schnitt- und Hiebverletzungen.

gam/dpa

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