Kriminalität Mordrate in London höher als in New York

Das Jahr 2018 begann für die Londoner Polizei mit einem Höchststand an Mordfällen. In den Monaten Februar und März wurden mehr Menschen getötet als in New York, die meisten davon durch Messer.

Mordfallermittlung in London
imago/ZUMA Press

Mordfallermittlung in London


Die Mordraten in New York und London sind besorgniserregend hoch: Die Polizei ermittelte in der britischen Hauptstadt in diesem Jahr bereits in 46 Mordfällen, in New York waren es 50 Morde. Doch während die Mordrate in New York seit Januar abfiel, steigt sie aktuell in London, berichten die "Sunday Times" und die "BBC".

Im Januar untersuchte die Londoner Polizei acht Mordfälle, in New York wurden 18 Morde gemeldet. Im Februar sank die Zahl in New York auf elf, während sie in London auf 15 stieg bei ungefähr gleichen Einwohnerzahlen. Im März waren es 22 Morde in London und 21 in New York.

Über den steilen Anstieg in London zeige man sich im Rathaus sehr besorgt - besonders über die Zunahme von Gewalttaten mit Messern, berichtet die BBC. Etwa zwei Drittel der Morde seien mit Messern verübt worden. "Wir arbeiten hart daran, diese Zunahme an Gewalt zu verstehen und setzen alles daran, die Tragödien zu verhindern. Jeder Mord ist einer zu viel", zitiert die BBC einen Sprecher des Rathauses.

Labour-Parlamentarierin Sarah Jones, die einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe gegen Messergewalt vorsitzt, sagte der BBC, London könne von New York lernen. Dort habe ein Programm im Gesundheitswesen geholfen, Gewalttaten zu reduzieren. "Gewaltverbrechen scheinen sich epidemisch auszubreiten", so Jones, "wir müssen unsere Jugend dagegen impfen."

Im Video: Jack the Ripper - Geschichte eines Mörders

Die britische Regierung hat jüngst 1,35 Millionen Pfund in eine Social Media Kampagne investiert, die sich an Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 21 Jahren richtet. Darin werden Geschichten von Teenagern gezeigt, die erstochen worden sind.

cpa

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