Moskau Todesschütze entkommt von abgeriegeltem Fabrikgelände

In Moskau hat der frühere Besitzer einer Süßwarenfabrik auf dem Firmengelände das Feuer eröffnet. Ein Wachmann wurde getötet. Der mutmaßliche Täter konnte entkommen, obwohl die Polizei das Gelände abgeriegelt hatte.

Polizeieinsatz in Moskau
SHIPENK/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Polizeieinsatz in Moskau


Der ehemalige Besitzer einer Süßwarenfabrik in Moskau hat auf dem Firmengelände um sich geschossen und einen Mann getötet. Danach entkam der Schütze, obwohl die Polizei den Betrieb stundenlang mit schwer gesicherten Beamten durchsuchte. Nur die Waffe, ein halbautomatisches Jagdgewehr, sei gefunden worden, sagte Polizeisprecher Juri Titow dem Fernsehsender RBK.

Der Vorfall habe sich morgens ereignet, als der neue Besitzer und ein Gerichtsvollzieher in die Fabrik gekommen seien. Opfer der Schüsse wurde ein Wachmann, der sich dem Ex-Chef entgegenstellte. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Der Hintergrund des Konflikts ist unklar.

Ein Moskauer Radiosender telefonierte angeblich mit dem Schützen und zitierte ihn mit der Aussage, man habe ihm den Betrieb in einer feindlichen Übernahme mit gefälschten Dokumenten weggenommen. Er werde "bis zum Ende kämpfen".

Die Fabrik für Torten, Schokolade und andere Süßigkeiten war offenbar überschuldet und stand vor dem Bankrott. In der russischen Hauptstadt wurde nach dem Entkommen des Schützen eine Großfahndung ausgelöst, die aber bis zum frühen Abend kein Ergebnis brachte.

jpz/dpa



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