MS "Deutschland" Streit um Entlassung des "Traumschiff"-Kapitäns geht weiter

Andreas Jungblut kämpft um seinen Job: Der Rechtsstreit zwischen dem Ex-Kapitän der MS "Deutschland" und der Reederei Deilmann ist noch nicht beigelegt. Ein Gütetermin vor dem Lübecker Arbeitsgericht scheiterte.

Ex-Kapitän des "Traumschiffes": Andreas Jungblut kämpft um seinen Job
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Ex-Kapitän des "Traumschiffes": Andreas Jungblut kämpft um seinen Job


Lübeck - Der Rechtsstreit um die fristlose Entlassung des "Deutschland"-Kapitäns Andreas Jungblut geht weiter. Ein Gütetermin zwischen Jungblut und der Reederei Deilmann vor dem Arbeitsgericht Lübeck verlief am Freitag ergebnislos. Beide Seiten konnten sich nicht einigen. Der Vorsitzende Richter legte für den 5. April einen neuen Termin fest.

Jungblut hat gegen seine fristlose Kündigung geklagt. Die Reederei hatte den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs, das als ZDF-"Traumschiff" bekannt wurde, im Oktober 2012 entlassen. Sie begründete die Kündigung mit schwerwiegenden Verstößen Jungbluts gegen seinen Arbeitsvertrag. Das Unternehmen führte "wiederholte Fälle von illoyalem Verhalten und Vertrauensbruch" an. Stein des Anstoßes war der Reederei zufolge ein Artikel der "Bild"-Zeitung Ende Oktober, in dem Jungblut von einem Besuch koreanischer Investoren berichtete.

Die Unstimmigkeiten zwischen dem Kapitän und der Reederei hatten jedoch bereits mit der Ankündigung begonnen, das Schiff auszuflaggen. Im Mai 2012 hatte die Reederei bekanntgegeben, aus Kosten- und Wettbewerbsgründen künftig unter der Flagge Maltas fahren zu wollen. Erst auf den Druck der Öffentlichkeit nahm die Reederei Abstand von dem Vorhaben. Er wolle als Kapitän zurück auf die Brücke der "Deutschland", sagte der 60-jährige Jungblut am Freitag.

wit/dapd/dpa



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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
jujo 25.01.2013
1. ....
Zitat von sysopDPAAndreas Jungblut kämpft um seinen Job: Der Rechtsstreit zwischen dem Ex-Kapitän der MS "Deutschland" und der Reederei Deilmann ist noch nicht beigelegt. Ein Gütetermin vor dem Lübecker Arbeitsgericht scheiterte. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ms-deutschland-streit-um-entlassung-des-kapitaens-geht-weiter-a-879709.html
Ich glaube der Kollege will um die Höhe der Abfindung pokern. Ich habe keine Ahnung wie lange er als Kapitän fährt, wenn er noch fahren muss hat er etwas falsch gemacht, Ich bin mit 60 in Rente, uns geht es gut!
rohanseat 25.01.2013
2. Der soll
an land gehen und ruhe geben.Er hat doch mehr als ausgesorgt.Bekommt seine seemanns rente und davon kann ersciherlich sehr gut leben.-Alles nur um auf sich aufmerksam zu machen??Die reeder sind nun mal kein wohltätigkeits verein und wer das vergißt war zu lange in der sonne.
viceman 25.01.2013
3. warum sollte er gegen deilmann zurückziehen?
Zitat von rohanseatan land gehen und ruhe geben.Er hat doch mehr als ausgesorgt.Bekommt seine seemanns rente und davon kann ersciherlich sehr gut leben.-Alles nur um auf sich aufmerksam zu machen??Die reeder sind nun mal kein wohltätigkeits verein und wer das vergißt war zu lange in der sonne.
es ist an der zeit, daß es auch mal widerstand gegen solches gebahren der reede gibt. wer, wenn nicht bekannte gesichter könnten das tun? wenn diese leute , aus gründen der profitmaximierung , ausflaggen und im nächsten atemzug steuergelder für "hilfen" verlangen ( und anscheinend auch bekommen ) , dann stimmt einiges nicht ! "deutsche schiffe" auf denen nichmal mehr der kapitän deutscher ist, ausgeflaggt nach malta/panama oder sonstwo. und die reeder solcher "seelenverkäufer" verlangen dann "schutz vor piraten" durch die marine und hilfen, wenn die profitrate sinkt - eine üble welt !
quark@mailinator.com 25.01.2013
4. Grrr
Was für Kommentare ??? Es gibt auch Menschen, denen es nicht nur um's Geld geht, sondern darum, das Richtige zu tun, bzw. etwas zu Ende zu führen. Gäbe es diese Menschen nicht, wäre der Salat hier noch schlimmer. Aus meiner Sicht gilt die Unschuldsvermutung solange man den Mann nicht gefragt hat, was er eigentlich erreichen will und warum.
Oachkatzlschwoaf 25.01.2013
5. Profitmaximierung?
Zitat von vicemanes ist an der zeit, daß es auch mal widerstand gegen solches gebahren der reede gibt. wer, wenn nicht bekannte gesichter könnten das tun? wenn diese leute , aus gründen der profitmaximierung , ausflaggen und im nächsten atemzug steuergelder für "hilfen" verlangen ( und anscheinend auch bekommen ) , dann stimmt einiges nicht ! "deutsche schiffe" auf denen nichmal mehr der kapitän deutscher ist, ausgeflaggt nach malta/panama oder sonstwo. und die reeder solcher "seelenverkäufer" verlangen dann "schutz vor piraten" durch die marine und hilfen, wenn die profitrate sinkt - eine üble welt !
Die Flagge interessiert keinen Passagier.... Sonst würden all die MS Bremen, MS Europa, MS Hamburg, MS Hanseatic, alle wie sie dahintuckern, boykottiert werden. Da sind Sie mit Ihrem Aufschrei leider ein wenig einsam auf weiter Flur..... Und wissen Sie, ob auf der Brücke ein Russe das Kommando hat, ein Philippino am Steuer steht - das ist mir herzlich wurscht.....
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