Hessen Polizei verhindert Konzert mit rechtsextremem Liedermacher

Im hessischen Mühltal wollte ein rechtsextremer Liedermacher auftreten. Doch die Polizei erfuhr von den Plänen und verhinderte das Konzert.


Die Polizei hat ein Konzert der rechten Szene in der Nähe von Darmstadt verhindert. Die Beamten erhielten am Samstag einen Hinweis, dass sich Menschen in einer Waldhütte bei Nieder-Ramstadt versammelten. Sie seien teilweise mit auswärtigen Kennzeichen angereist.

Eine Überprüfung ergab, dass einige Halter der rechten Szene angehören. Außerdem hätten sich im Umfeld der Hütte Menschen aufgehalten, die augenscheinlich ebenfalls der rechten Szene zuzuordnen gewesen seien, teilte die Polizei mit. Der Mann, der die Hütte angemietet hatte, erklärte, er wolle seinen Geburtstag feiern - "tatsächlich hatte er aber erst im April" Geburtstag, stellten die Beamten bei der Überprüfung der Personalien fest.

Aufgrund der Umstände musste die Polizei davon ausgehen, dass in der Hütte ein Konzert der rechten Szene stattfindet. Die Beamten informierten die zuständige Gemeindeverwaltung, die daraufhin den Nutzungsvertrag für die Hütte stornierte.

Bei einer weiteren Überprüfung in der Hütte trafen die Beamten den Angaben zufolge "auf weitere szenebekannte Personen und einen rechtsextremistischen Liedermacher". Die 32 in der Hütte anwesenden Menschen bekamen nach den polizeilichen Maßnahmen einen Platzverweis.

Die Beamten stellten CDs, zwei verbotene Messer und mehrere Aufkleber mit rechtem Gedankengut sicher. "Ob sich auf den CDs indizierte Musik befindet, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen", erklärte die Polizei.

him/AFP

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