Festnahme auf Parkplatz "Besenstielräuber" wollte offenbar FC Bayern erpressen

In den Neunzigerjahren überfiel der "Besenstielräuber" reihenweise Banken in Bayern. Jetzt wollte er offenbar eine größere Nummer drehen - und wurde gefasst.

"Besenstielräuber" (Phantomfoto von 1998): Festnahme auf Parkplatz
DPA/ Polizeidirektion Fürstenfeldbruck

"Besenstielräuber" (Phantomfoto von 1998): Festnahme auf Parkplatz


Ein Ganove, der in den Neunzigerjahren unter dem Spitznamen "Besenstielräuber" bekannt wurde, wollte vom FC Bayern München offenbar einen Millionenbetrag erpressen. Der 63-Jährige habe vom deutschen Fußball-Rekordmeister eine Million Euro sowie 1,1 Millionen Schweizer Franken und Diamanten verlangt, teilte die Münchner Polizei mit.

Die Beamten bezifferten die Gesamtsumme auf drei Millionen Euro. Der Mann wurde am Montag auf einem Parkplatz im niederbayerischen Mainburg festgenommen.

Die Drohungen des Mannes seien abstrakt geblieben, sagte Kriminaldirektor Stefan Kastner. "Vielleicht kreist eine ferngesteuerte Drohne über den parkenden Autos vor dem Stadion", hieß es demnach zum Beispiel in einem Erpresserbrief. Der Mann habe bereits gestanden, teilte die Polizei mit.

Der "Besenstielräuber" hatte von 1992 bis 1998 insgesamt 16 Banken ausgeraubt und Dutzende Geiseln genommen. Seinen Namen erhielt er, weil er die Türen bei seinen Überfällen mit einem Besenstiel versperrte. Nachdem er eine Haftstrafe verbüßt hatte, schrieb er ein Buch über seine Zeit als Bankräuber.

sms/dpa

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