Mutmaßliche Vergewaltigung in München Fünf Männer in U-Haft - Ermittler befragen Zeugen

Mehrere junge Männer sollen in München eine Jugendliche vergewaltigt haben. Sie sitzen in U-Haft. Nach einem weiteren Verdächtigen wird gefahndet, Ermittler befragen Zeugen.

Von , München


Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen mehrere Männer, die im Verdacht stehen, eine Teenagerin vergewaltigt zu haben. Ein Sprecher der Behörde sagte, dass in diesem Zusammenhang mehrere Beschuldigte in Untersuchungshaft sitzen. Um das laufende Ermittlungsverfahren nicht zu gefährden, wollte er jedoch keine Details nennen.

"Wir fürchten, dass die Aussagen von Zeugen verfälscht werden könnten, wenn Zeugen aus den Medien Details der mutmaßlichen Tat erfahren", sagt der Sprecher. Wie der SPIEGEL erfuhr, wollen die Ermittler heute und in der kommenden Woche noch wichtige Zeugen vernehmen. Allerdings haben bereits mehrere bayerische Medien ausführlich über Details der Tat berichtet.

Eine Sprecherin der Münchner Polizei bestätigte, im Zuge der Ermittlungen seien im Herbst fünf nichtdeutsche Tatverdächtige festgenommen worden, die sich seitdem in Untersuchungshaft befinden. Sie sind nach Informationen des SPIEGEL zwischen 20 und 25 Jahre alt.

Laut übereinstimmenden Berichten fahndet die Polizei aktuell nach einem sechsten Tatverdächtigen. Alle Tatverdächtigen sollen aus Afghanistan stammen. Laut "Bayerischen Rundfunk" handelt es sich bei den jungen Männern um anerkannte Asylbewerber.

Tatverdächtige zwischen 20 und 25 Jahre alt

Laut "Bayerischen Rundfunk" (BR) soll das Mädchen an verschiedenen Tagen von einzelnen Männern vergewaltigt worden sein. Wie der SPIEGEL aus Ermittlerkreisen erfuhr, geht die Polizei nicht davon aus, dass es sich um eine Gruppenvergewaltigung handelt.

Mutmaßliche Tatorte sollen nach aktuellem Kenntnisstand Wohnungen in München gewesen sein. Festgehalten wurde die Jugendliche dort demnach aber offenbar nicht. Die beschuldigten Männer haben nach "BR"-Informationen in den Vernehmungen entweder geschwiegen oder angegeben, der Geschlechtsverkehr mit der Jugendlichen sei einvernehmlich gewesen.

Die Jugendliche lebe derzeit in einer betreuten Jugendeinrichtung, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Polizei überprüft derzeit die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers.



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