Kunde rechnet Kalbsleber als Obst ab Gericht verhängt 208.000 Euro Geldstrafe

Kalbsleber in einer Obsttüte - mit dieser Masche wollte ein Mann wiederholt einen Supermarkt um Geld prellen. Dafür hat ein Münchner Gericht den 58-Jährigen zu einer rekordverdächtigen Geldstrafe verurteilt.


Viermal packte ein Mann in einem Münchner Supermarkt Kalbsleber in eine Obsttüte - um sie an einer Selbstbedienungskasse als billigeres Produkt abzurechnen. Im Dezember wurde der 58-Jährige in dem Laden im Stadtteil Haidhausen erwischt.

Nun hat ihn das Amtsgericht München zu einer Geldstrafe von 208.000 Euro verurteilt, wie das Gericht mitteilte - 260 Tagessätze von je 800 Euro. Dabei wurden monatliche Einkünfte des Mannes von mindestens 24.000 Euro zugrunde gelegt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Der Mann hatte seine Taten zugegeben. Ein Motiv für seine Diebstähle im Wert von 13 bis 47 Euro konnte er nicht nennen.

Der Mann hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Wegen der hohen Straferwartung war er zwischenzeitlich in Untersuchungshaft genommen worden. Er war schon öfter wegen Gesetzesbrüchen aufgefallen. Er wurde unter anderem schon wegen Steuerhinterziehung zu Freiheitsstrafen und einer Geldstrafe von 400.000 Euro verurteilt.

Az.: 864 Ds 238 Js 223135/17

ulz/dpa



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