Mordversuche mit Insulin Hilfspfleger in zweitem Fall dringend tatverdächtig

Ein 84-Jähriger ist mutmaßlich das zweite Opfer eines wegen Mordverdachts verhafteten Hilfspflegers. Die Ermittler begründen den Tatverdacht mit Auffälligkeiten bei der Obduktion.

Fahndungsfoto der Polizei
Polizeipräsidium München

Fahndungsfoto der Polizei


Nach der Verhaftung eines Hilfspflegers in München ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei in einem zweiten Fall wegen Mordverdachts gegen den Mann. Ein Pflegebedürftiger im Landkreis Kitzingen sei während der dreitägigen Betreuung durch den 36-Jährigen im Januar gestorben, teilten die Ermittler mit. Die Leiche des 84-Jährigen sei exhumiert und obduziert worden.

Bei den Untersuchungen seien Auffälligkeiten festgestellt worden, die einen dringenden Tatverdacht begründeten, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wimmer. Eine natürliche Todesursache könne ausgeschlossen werden.

Der Pole war festgenommen worden, weil er Mitte Februar in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben soll. Die Polizei hatte bei dem Beschuldigten zwei EC-Karten des Rentners samt Geheimnummern gefunden. Die Ermittler suchen mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach weiteren Opfern.

bbr/dpa



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