Münster Behörden schließen rechtsextremen Hintergrund bei Amokfahrt aus

Die Tat von Jens R., dem Amokfahrer von Münster, soll "viel mit seinem eigenen Leben zu tun" gehabt haben. Kontakte zu rechtsextremistischen Organisationen pflegte er offenbar nicht.

Herbert Reul (CDU)
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Herbert Reul (CDU)


Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden schließen einen rechtsextremistischen Hintergrund der Amokfahrt von Münster aus. Das berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Die Nachrichtendienste hätten keinerlei Kontakte des Täters zu rechtsextremistischen Organisationen oder Hinweise auf entsprechende Texte bei ihm gefunden.

Am 7. April war der 48-Jährige Jens R. mit einem Campingbus in eine Menschenmenge in der Münsteraner Innenstadt gerast. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt. Anschließend erschoss sich der Mann. "Das hat viel mit seinem eigenen Leben zu tun und Schuldzuweisungen, warum das so verlaufen ist. Ein Gefühl von Verschwörung stand im Raum", sagte Reul. Ein Schreiben des Amokfahrers an den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Münster werde noch ausgewertet.

Der Staatsschutz sei von Anfang an in die Aufklärung der Hintergründe eingebunden gewesen, sagte Reul. Inzwischen sei eine 19-köpfige Mordkommission mit weiteren Ermittlungen beschäftigt.

Ohne einen Hinweis werde vermutlich niemals die Herkunft der Pistole geklärt werden können, mit der sich der Täter erschossen habe, räumte der Innenminister ein. Dies sei bei illegal beschafften Waffen grundsätzlich schwierig.

bbr/dpa

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