Ermittlungen zur Amokfahrt in Münster eingestellt "Es gab keine Mittäter"

Der Amokfahrer von Münster war ein Einzeltäter - zu diesem Ergebnis kam die Polizei bei ihren Ermittlungen. Auch auf weitere Verbrechen mit der Tatwaffe gebe es keine Hinweise.

Tatwagen in Münster (Archiv)
DPA

Tatwagen in Münster (Archiv)


Drei Monate nach der Amokfahrt von Münster hat die Polizei ihre Ermittlungen zur Tat eingestellt und die Akten an die Staatsanwaltschaft übergeben. Es sei für die Ermittler jetzt klar, dass es sich bei Jens R. um einen Einzeltäter gehandelt habe, sagte Polizeisprecher Andreas Bode: "Das Motiv lag ausschließlich bei dem toten Amokfahrer, es gab keine Mittäter."

Mit der Waffe R.s seien zuvor auch keine anderen Straftaten begangen worden. "Das hat die ballistische Untersuchung der gefundenen Projektile durch das Landeskriminalamt ergeben", sagte Bode. In der Datenbank des Bundeskriminalamtes habe ein Abgleich keinen Treffer gebracht.

R. war am 7. April 2018 in der Altstadt von Münster mit einem Kleinbus in eine Menschenmenge gefahren. Drei Menschen starben, mehr als 20 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Nach der Fahrt hatte der Mann sich erschossen. Dazu nutzte er eine Waffe aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Jens R. in Suizidabsicht handelte. Sein Vater nimmt an, dass ein psychisches Leiden seinen Sohn zu der Amokfahrt trieb. Der habe an "Verfolgungswahn" gelitten.

bbr/dpa

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