Nach Amokfahrt von Münster Mehrere Schwerverletzte sind auf dem Weg der Besserung

Ein Opfer des Amokfahrers von Münster befindet sich noch in Lebensgefahr. Mehreren anderen Schwerverletzten geht es mittlerweile besser.

Gedenken in Münster
DPA

Gedenken in Münster


Nach der Amokfahrt in Münster hat sich der Gesundheitszustand einiger schwer verletzter Opfer verbessert. Ein Patient schwebe weiter in Lebensgefahr, teilte die Uniklinik (UKM) mit. Anfang der Woche hatten die Ärzte in zwei Krankenhäusern noch bei fünf der angefahrenen Opfer um deren Leben gekämpft.

Im UKM liegen insgesamt noch sechs Verletzte. In einem anderen Krankenhaus in Münster werden drei Patienten versorgt, von denen aber keiner mehr in Lebensgefahr schwebt.

Unterdessen haben die beiden Traditionslokale "Grosser Kiepenkerl" und "Kleiner Kiepenkerl" am Tatort in der Altstadt von Münster wieder geöffnet. Die Mitarbeiter auch der umliegenden Lokale hatten sich zuvor für mehrere Minuten schweigend auf dem Platz eingefunden.

Einige hatten Tränen in den Augen. Kollegen umarmten sich. Dann nahmen sie ihre Arbeit auf. "Die Mitarbeiter wollten so schnell wie möglich versuchen, zur Normalität zurückzukehren so gut es geht", sagte Martin Stracke, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Kiepenkerlviertel, im Namen der Betreiberfamilien.

Einige Gäste hatten am Tag der Wiedereröffnung Blumen mitgebracht. Andere gaben an, der Besuch ihres Stammlokals gehöre einfach dazu. "Die Solidarität ist riesig", sagte Stracke. "Nun ist es wichtig, dass die Gäste kommen." Tische und Stühle im Außenbereich fehlten. "Es ist noch nicht die Zeit dafür", sagte Stracke. Stattdessen ist der Platz noch immer ein Ort der Anteilnahme: Am Fuße der namensgebenden Kiepenkerl-Statue wurden weiter Blumen und Kerzen niedergelegt.

Jens R. war am Samstagnachmittag mit seinem Kleinbus in der Münsteraner Altstadt in eine Menschengruppe gerast. Zwei Personen starben. Danach erschoss sich der 48-Jährige. Etwa 20 Menschen wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter in Suizidabsicht handelte.

bbr/dpa

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.