Seehofer in Münster "Feiges und brutales Verbrechen"

Nach der Auto-Attacke von Münster haben Innenminister Seehofer und NRW-Regierungschef Laschet am Tatort der Opfer gedacht. Eine "absolute Sicherheit" vor solchen Taten gebe es nicht.


Sie legten Blumen nieder und falteten die Hände zum Gebet: Am Tag nach der Amokfahrt mit zwei Toten haben Innenminister Horst Seehofer und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet den Tatort besucht. Sie gedachten der Opfer und dankten den Einsatzkräften und Helfern.

CSU-Politiker Seehofer sprach von einem "feigen und brutalen Verbrechen". Leider gebe es keine "absolute Sicherheit" vor solchen Taten. Im Moment deutete jedoch vieles auf einen Einzeltäter hin - ohne "Bezug zur Terrorszene". Nach wie vor werde in alle Richtungen ermittelt.

Reul, Seehofer, Laschet (v.l.)
DPA

Reul, Seehofer, Laschet (v.l.)

Ein 48 Jahre alter Mann hatte am Samstag seinen VW-Bus in eine Gruppe von Menschen gesteuert, die vor einem Lokal in Münsters Altstadt gesessen hatten. Etwa 20 Menschen wurden verletzt, mehrere schweben in Lebensgefahr. Nach SPIEGEL-Informationen handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um Jens R., einen Deutschen, der in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt haben soll.

NRW-Innenminister Herbert Reul, der ebenfalls an den Tatort gekommen war, bekräftigte die bisherigen Informationen zum Täter. Der mutmaßliche Amokfahrer sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" ein aus Deutschland stammender Einzeltäter und kein Flüchtling, sagte Reul. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gebe es für die Tat keinen islamistischen Hintergrund. Es gebe "eine Menge Erkenntnisse", dass das Motiv in der Person des Täters liege. Allerdings würden die Ermittlungen dazu noch Stunden und Tage dauern. "Wir sind noch lange nicht am Ende. Es ist die Stunde der Ermittler", sagte der CDU-Politiker.

kev

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