Nach Amokfahrt von Münster Restaurants am Kiepenkerl wollen wieder öffnen

Wenige Tage nach der Todesfahrt von Münster wollen zwei Restaurants am Tatort wieder öffnen. Die Mitarbeiter hätten das "große Bedürfnis, den Ausnahmezustand zu beenden".

Hinweisschild zur Wiedereröffnung am Restaurant "Grosser Kiepenkerl"
DPA

Hinweisschild zur Wiedereröffnung am Restaurant "Grosser Kiepenkerl"


Nach der Amokfahrt eines 48-Jährigen in der Münsteraner Altstadt wollen zwei Gaststätten an dem betroffenen Platz wieder öffnen. "Ab Mittwoch, 12 Uhr, möchten wir versuchen, sofern überhaupt möglich in unseren Alltag zurückzukehren und werden unser Restaurant wieder eröffnen", informierten die Gasthäuser "Grosser Kiepenkerl" und "Kleiner Kiepenkerl" ihre Gäste auf ihren Internetseiten. An der Tür des Gasthauses "Grosser Kiepenkerl" war ein entsprechender Aushang zu lesen.

Auf der Facebookseite der beiden Restaurants wurde ein Statement zu den Geschehnissen der vergangenen Tage veröffentlicht: "Wir haben unseren Schrecken und unsere Trauer geteilt, miteinander geweint und gesprochen und beratschlagt." Die Entscheidung, wann die Gaststätten wieder geöffnet werden, sei den Mitarbeitern überlassen worden: "Unsere Teams haben das große Bedürfnis, den Ausnahmezustand zu beenden und wieder in ihr gewohntes (Arbeits-)leben zurückzukehren." Man wolle den Blick nach vorn richten.

Jens R. war am Samstag mit einem Campingbus in der Innenstadt von Münster in eine Menschenmenge auf dem Platz vor den Restaurants gerast. Eine 51-Jährige und ein 65-Jähriger wurden getötet. Mindestens fünf Verletzte sind noch in Lebensgefahr. Die Ermittler gehen sicher davon aus, dass Jens R. in Suizidabsicht handelte. Das konkrete Motiv des 48-Jährigen ist aber laut Polizei und Staatsanwaltschaft weiter unklar.

bbr/dpa



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