Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Fall Miranda B.: Mutmaßliche Craigslist-Mörderin spricht von mindestens 22 Opfern

Mutmaßliche Mörderin B. vor einer Anhörung (im Dezember): "Falsche Sachen gesagt" Zur Großansicht
AP Photo/PennLive.com, Christine Baker

Mutmaßliche Mörderin B. vor einer Anhörung (im Dezember): "Falsche Sachen gesagt"

In einem Zeitungsinterview hat sich eine wegen Mordes angeklagte US-Amerikanerin schwer belastet. Sie sei Satanistin und habe zahlreiche Menschen im ganzen Land umgebracht, sagte Miranda B. Jetzt interessiert sich auch das FBI für ihren Fall.

Sunbury/New York - Eine 19-jährige US-Amerikanerin, die gemeinsam mit ihrem Bräutigam einen Mann über den Kleinanzeigendienst Craigslist angelockt und umgebracht haben soll, ist womöglich für mindestens 22 weitere Morde verantwortlich. Das geht aus einem Interview hervor, das Miranda B. dem "Daily Item" gab, einer Lokalzeitung aus Sunbury im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Darin gibt B. zu, im November gemeinsam mit ihrem Mann den 42-jährigen Troy L. erwürgt und erstochen zu haben. Zuvor hatte sich das Opfer offenbar auf eine Craigslist-Anzeige eingelassen, in der B. zum Schein sexuelle Dienste für 100 Dollar anbot. Das Paar habe L. getötet, weil der "die falschen Sachen gesagt" habe, berichtete B. dem "Daily Item".

Zudem räumte sie ein, mindestens 22 Menschen in verschiedenen Regionen der USA getötet zu haben, etwa in Alaska, Kalifornien, Texas und North Carolina. "Bei 22 habe ich aufgehört zu zählen", sagte sie. "Ich kann auf einer Landkarte zeigen, wo Sie die Opfer finden." Sie gehöre einer satanischen Sekte an und fühle wegen ihrer Taten keine Reue.

Noch im Dezember hatten sich Miranda B. und ihr 22-jähriger Ehemann Elytte B. vor Gericht als nicht schuldig bekannt, Troy L. umgebracht zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat waren die beiden erst seit drei Wochen verheiratet. Mittlerweile sitzen Miranda und Elytte B. in Haft, im Fall einer Verurteilung droht beiden die Todesstrafe.

Wie glaubwürdig Mirandas Angaben im "Daily Item" sind, ist unklar. Das Lokalblatt erscheint in einer Auflage von nur 25.000 Exemplaren und hat den Fall der Nachrichtenagentur Reuters zufolge aufmerksam begleitet. Die US-Bundespolizei FBI teilte am Sonntag in einer Stellungnahme mit, man habe in der Sache Kontakt zum Police Department in Sunbury aufgenommen. Bei Bedarf biete die Behörde ihre Unterstützung an.

rls/Reuters

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: