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Celeb-Hack: Festnahme im Nacktfoto-Skandal

Jennifer Lawrence, Kirsten Dunst, Ariana Grande: Die Liste der Prominenten, deren Computer gehackt und Dateien gestohlen wurden, ist lang. Jetzt nahm die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania einen Tatverdächtigen fest.

Jennifer Lawrence zu Nacktfotos: "Es gibt nichts, wofür ich mich entschuldigen muss" Fotos
REUTERS

Der Skandal wurde als "Celebhack" bekannt: Dabei wurden illegal intime Fotos von US-Prominenten wie der Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence oder Sängerin Ariana Grande verbreitet.

Jetzt ist in den USA ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Er soll sich illegal Zugang zu mehr als 100 E-Mail-Konten verschafft haben, teilte das FBI in Los Angeles mit. Die meisten Konten gehörten demnach weiblichen Prominenten.

Der 36-jährige Mann aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania gab der Behörde zufolge zu, sich mit sogenannten "Phishing-Mails" Zugang zu Computerdaten verschafft zu haben. Dabei handelte es sich um gefälschte E-Mails, die angeblich von Apple oder Google stammten. In den Mails fragte der Mann nach Usernamen und Passwörtern.

Antworteten die Opfer, hatte er Zugriff auf ihre E-Mail-Konten und somit auf Daten wie Fotos und Videos. In einigen Fällen habe er durch eine bestimmte Software auf den gesamten Inhalt der iCloud zugreifen können - ein Apple-Dienst, mit dem Daten online gespeichert werden können. Der Tatverdächtige soll zwischen November 2012 und September 2014 aktiv gewesen sein.

"Wir können allen Internetnutzern nur raten, starke Passwörter zu nutzen und skeptisch zu sein, wenn sie auf E-Mails antworten, in denen sie nach persönlichen Informationen gefragt werden", sagte David Bowdich vom FBI.

"Indem er sich illegal Zugang zu intimen Details über das Leben seiner Opfer verschafft hat, hat der Tatverdächtige ihre Privatsphäre verletzt und viele lang anhaltendem Stress, Peinlichkeit und einem Gefühl der Unsicherheit ausgesetzt", so Bowdich weiter.

"Tribute von Panem"-Star Jennifer Lawrence waren Nacktfotos gestohlen und im Internet veröffentlicht worden. Sie betonte 2014 im Gespräch mit "Vanity Fair": "Dies ist kein Skandal. Es ist ein Sexualverbrechen. Es ist Missbrauch. Es ist widerlich."

Dem Festgenommenen drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Bisher konnte aber nicht nachgewiesen werden, dass der Mann die Nacktaufnahmen auch veröffentlicht hat.

ala/dpa

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