Promi-Nacktfotos gestohlen Hacker muss für acht Monate ins Gefängnis

2014 tauchten Nacktfotos von zahlreichen prominenten Frauen im Internet auf - vier Männer hatten ihre Onlinekonten gehackt. Nun wurde auch der letzte von ihnen zu einer Haftstrafe verurteilt.

Jennifer Lawrence
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Jennifer Lawrence


Im Skandal um US-Prominente, die im Jahr 2014 Opfer von Hackerattacken wurden, muss ein weiterer Angeklagter ins Gefängnis: Ein 26-Jähriger wurde zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, wie die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Connecticut mitteilte. Er muss zudem 60 Stunden gemeinnützigen Dienst leisten. Der Mann hatte sich bereits im April schuldig bekannt, Computer gehackt zu haben.

Er war einer von vier Männern, die 2014 festgenommen wurden, nachdem zahlreiche intime Fotos und Videos von Prominenten im Internet veröffentlicht worden waren. Die drei anderen Männer sind bereits verurteilt worden, wie der "Guardian" berichtet. Einer von ihnen musste für 18 Monate ins Gefängnis.

Die Männer hatten sich monatelang illegal Zugang zu Cloud-Diensten von Prominenten wie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence, Schauspielerin Kirsten Dunst oder der Sängerin Ariana Grande verschafft. Im Fall des 26-Jährigen hatte die Anklage eine Haftstrafe von zehn bis 16 Monaten gefordert. Die Verteidigung wollte eine Maximaldauer von fünf Monaten erreichen.

"Unfassbar verletzend"

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft benutzte der Mann sogenannte Phishing-Mails. Dabei handelte es sich um gefälschte E-Mails, die angeblich von Apple oder Google stammten. In den Mails fragte der Mann nach Usernamen und Passwörtern. Antworteten die Opfer, hatte er Zugriff auf ihre Email-Konten und somit auf Daten wie Fotos und Videos.

Schauspielerin Jennifer Lawrence hatte im vergangenen Jahr über das Auftauchen der Nacktfotos gesprochen - und es als "unfassbar verletzend" bezeichnet. Sie fühle sich noch immer so, als gäbe es auf der ganzen Welt nicht eine einzige Person, die nicht in der Lage sei, diese intimen Fotos von ihr zu sehen. "Du bist zum Grillen eingeladen, und irgendwer kann sie auf seinem Handy hervorholen."

aar/dpa

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