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Wolfgang Priklopil: Kampusch-Entführer soll umfangreiche Videos gemacht haben

Natascha Kampusch (Foto von 2013) Zur Großansicht
DPA

Natascha Kampusch (Foto von 2013)

Natascha Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil soll in seinem Haus zahlreiche Videos gemacht haben - auch von dem Keller, in dem er sein Opfer gefangen hielt. Das berichtet ein Autor in einem neuen Buch.

Der Autor und ehemalige Kriminalbeamte Peter Reichard schreibt in einem neuen Buch, es gebe umfangreiche Videoaufnahmen zum Entführungsfall Natascha Kampusch. Die streng unter Verschluss gehaltenen Aufnahmen habe Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil gemacht. Sie zeigten sein Haus in Strasshof bei Wien und den Keller, in dem er Kampusch eingesperrt habe. Das berichtet die"Welt am Sonntag".

Der Zeitung wertet die Auswertung der Videodialoge als Indiz dafür, dass Kampuschs Version der Geschichte stimmt. Immer wieder hatte es daran Zweifel gegeben. Kampuschs Vater hatte von einem "Keller-Mythos" gesprochen, auch ein mit dem Fall betrauter Polizist hatte Zweifel angemeldet.

Kampusch hat entsprechende Äußerungen immer dementiert. Priklopil habe keinen Komplizen gehabt, es habe keinen Kinderpornoring gegeben, sie sei auch nicht schwanger gewesen.

Priklopil hatte Kampusch am 2. März 1998 entführt. Damals war sie zehn Jahre alt. Nach 3096 Tagen in seiner Gefangenschaft gelang ihr am 23. August 2006 die Flucht, Priklopil beging Suizid. Kampuschs Geschichte wurde in "3096 Tage" verfilmt.

ulz

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