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"Negro Lobo": Polizei in Honduras schnappt Drogenboss beim Bäcker

Er soll riesige Mengen Kokain in die USA geschmuggelt haben: Honduranische Ermittler haben "Negro Lobo" in der Stadt San Pedro Sula festgenommen. Als der Drogenboss beim Bäcker einkaufte, schlugen die Fahnder zu.

San Pedro Sula - Carlos Arnaldo Lobo wird in den USA wegen Drogenhandels und Geldwäsche gesucht. Nun ging "Negro Lobo", der schwarze Wolf, den honduranischen Fahndern in der nördlichen Stadt San Pedro Sula beim Brotkauf in einer Bäckerei ins Netz. Dies teilte ein Sprecher der örtlichen Rauschgiftbehörde mit.

Bereits im vergangenen Mai hatte die Staatsanwaltschaft Lobos Bankkonten und Vermögen im Wert von 2,7 Millionen Dollar (rund zwei Millionen Euro) eingefroren. Über seine Auslieferung muss nun ein Richter entscheiden. Seit einer Verfassungsänderung von 2012 können bei Drogendelikten und Terrorismus auch Einheimische ausgeliefert werden. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.

Zentralamerika ist die Haupttransitstrecke für südamerikanisches Kokain. Nach Erkenntnissen der Ermittler hat Lobo große Mengen der Droge in die USA geschmuggelt.

Etwa zur gleichen Zeit wurde in Nicaragua das Mitglied einer international operierenden Verbrechergang verhaftet. Der Salvadorianer Juan Elias Garcia zählte laut FBI zu den zehn meistgesuchten Verbrechern. Der US-Bundespolizei zufolge gehörte der 21-Jährige der berüchtigten Gang Mara Salvatrucha an. Er wurde wegen der brutalen Ermordung einer 19-jährigen New Yorkerin und ihres zweijährigen Sohnes vor vier Jahren gesucht.

gam/AFP/dpa

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