Hessen Autofahrer wird von Hubschrauber und 25 Polizeistreifen verfolgt

Eine routinemäßige Verkehrskontrolle eskalierte in der Nacht zu einer filmreifen Verfolgungsjagd. Streifenwagen aus gleich vier Polizeipräsidien jagten einen Mann aus Frankfurt.


Bei einer Verfolgungsjagd zwischen einem Autofahrer und insgesamt 25 Streifenwagen sind in Neu-Isenburg zwei Polizisten verletzt worden. Ein 36-jähriger Mann hatte am frühen Donnerstagmorgen alle Stoppsignale einer Verkehrskontrolle ignoriert und war geflüchtet, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Bei der anschließenden Verfolgungsjagd - teilweise über Autobahnen und Bundesstraßen - waren schließlich gut zwei Dutzend Streifen aus vier Polizeipräsidien und ein Hubschrauber hinter dem Mann her. Die "absolut rücksichtlose" Flucht endete schließlich bei einem Zusammenstoß mit zwei Polizeiwagen.

Zwei Beamte aus Frankfurt, eine 27-jährige Polizistin und ihr 29-jähriger Kollege, verletzten sich dabei im Bereich der Halswirbelsäule. Sie seien zunächst nicht dienstfähig, hieß es. Trotz der Verletzten sei die Verfolgung noch glimpflich abgelaufen, betonte der Polizeisprecher. "So etwas kann auch ganz anders ausgehen."

Der Autofahrer war, wie sich laut Polizei herausstellte, betrunken. Ein Test ergab einen Atemalkoholwert von 0,8 Promille. Den Angaben zufolge ist er "hinreichend polizeibekannt". Der Mann wurde in Gewahrsam genommen.

Ob der 36-Jährige aus Frankfurt am Main das Auto, ein Citroen C4, rechtmäßig gefahren hat, ist noch unklar. Denn der Halter des Wagens sei bisher noch nicht angetroffen worden, sagte der Polizeisprecher. Den Fahrer erwarte jetzt ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Im Video: Polizeijagd auf Raser

SPIEGEL TV

wit/dpa



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