Mecklenburg-Vorpommern Fußgänger getötet - Prozess gegen Fahrer gestartet

Er soll in Neubrandenburg einen Fußgänger totgefahren haben: Ein 21-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten - möglicherweise nahm er an einem illegalen Autorennen teil.

Gedenkstätte für getöteten Fußgänger in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
DPA

Gedenkstätte für getöteten Fußgänger in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern


Ein Jahr nach dem Tod eines Fußgängers bei einem Raser-Unfall in Neubrandenburg hat am Landgericht der Prozess gegen den Autofahrer begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21 Jahre alten Beschuldigten fahrlässige Tötung vor.

Der Mann soll laut Anklage mit seinem Wagen am 29. August 2017 auf einer vierspurigen Straße einen Fußgänger überfahren haben; der 33-Jährige starb noch am Unfallort. Im Prozess treten die Eltern des Getöteten als Nebenkläger auf.

Der erste Prozesstag endete allerdings schon nach 30 Minuten. Der Richter unterbrach die Verhandlung wegen einer Besetzungsrüge der Verteidigung. Ein Anwalt hatte moniert, dass ihm nicht rechtzeitig bekannt war, dass eine andere Schöffin als vorgesehen zu der Strafkammer gehört. Der Prozess soll am 17. September mit der Verlesung der Anklage und Zeugenanhörungen fortgesetzt werden.

Mit Tempo 100 durch die Stadt

In der Verhandlung soll auch geklärt werden, ob der Angeklagte an einem illegalen Autorennen teilgenommen hatte, wie die Ermittler vermuten. Ein Gutachter hatte ermittelt, dass der junge Mann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde durch das nördliche Stadtgebiet Neubrandenburgs raste.

Der Fahrer erlitt einen Schock, blieb aber sonst unverletzt. Er hatte sich während der Ermittlungen nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nach Angaben der Polizei soll ein anderer an dem Vorfall beteiligter Autofahrer geflohen sein.

jpz/dpa



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