Schüsse auf Anwältin Rentner zu Haftstrafe wegen Totschlags verurteilt

Im Streit erschoss ein 80-Jähriger eine Anwältin. Sie und ihr Mann hatten ihm 94.000 Euro geschuldet. Nun hat das Landgericht Neubrandenburg ihn wegen Totschlags verurteilt.

Der Angeklagte
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Der Angeklagte


Zu sieben Jahren und acht Monaten Gefängnis ist ein 80-Jähriger wegen Totschlags einer Anwältin vom Landgericht Neubrandenburg verurteilt worden. Der Angeklagte hatte die 67 Jahre alte Juristin Anfang Februar in ihrer Kanzlei in Waren an der Müritz erschossen.

Der Senior wurde wegen Mordverdachts angeklagt - dafür gab es jedoch keine Anhaltspunkte, wie ein Gerichtssprecher sagte. Stattdessen erkannten die Richter auf Totschlag in einem minderschweren Fall.

Hintergrund der Tat war ein jahrelanger Streit zwischen der Anwältin und ihrem Ehemann auf der einen und dem Rentner auf der anderen Seite. Der Angeklagte hatte dem Ehepaar vor rund 20 Jahren 94.000 Euro geliehen, die er trotz des Beschlusses eines Zivilgerichts nie zurück bekam.

80-Jähriger schoss nach Wortgefecht

Am 1. Februar stellte der Angeklagte die Anwältin erneut zur Rede und bedrohte sie mit einer Waffe. Nach einem Wortgefecht rastete er nach eigenen Angaben aus und schoss dreimal auf die Juristin.

Die Schüsse trafen das Opfer, das allein im Büro war, in Hals und Kopf. Dann flüchtete der Schütze. Er habe die Tat im Vorhinein nicht geplant gehabt, sagte der 80-Jährige.

Kurz nach der Tat wurde er in seiner Wohnung festgenommen. Zu Beginn des Prozesses legte er ein umfangreiches Geständnis ab und entschuldigte sich bei den Hinterbliebenen seines Opfers.

sen/AFP/dpa



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