Vermeintliches Verbrechen Polizisten bei Einsatz zu erotischem Fesselkurs eingeladen

Ein Mann sieht in Rheinland-Pfalz eine gefesselte nackte Frau sowie zwei Männer - und vermutet eine sexuelle Misshandlung. Doch es ist alles ganz anders, wie alarmierte Polizisten herausfinden.


"50 Shades of Neustadt": Ein Kurs in erotischer japanischer Fesselkunst hat in Rheinland-Pfalz die Polizei auf den Plan gerufen. Zuvor hatte ein Mann am Mittwochabend den Hinweis gegeben, dass in einer Wohnung in Neustadt an der Weinstraße eine gefesselte nackte Frau von zwei Männern misshandelt werde. Dies habe er durch ein Wohnungsfenster beobachtet.

Am vermeintlichen Tatort fanden die Beamten die Szene auf den ersten Blick wie beschrieben vor. Nur handelten alle Beteiligten im Einverständnis, wie die Polizei mitteilte.

Der Mieter der Wohnung, ein Lehrer der erotischen "Shibari"-Fesselkunst, hatte ein Paar in eben jener unterwiesen. Die Frau und ihr Partner seien wohlauf und guter Laune gewesen, teilte die Polizei mit.

Die Polizisten wurden sogar eingeladen, zur "dienstlichen Fortbildung" ebenfalls an dem Kurs teilzunehmen. Dies "musste aber höflich abgelehnt werden", wie es weiter hieß.

wit/dpa/AFP



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