Schüsse bei Muttertagsparade: Polizei sucht mit Videobildern nach Verdächtigen

Bei einer Jazzparade zum Muttertag sind in New Orleans 19 Menschen durch Schüsse verletzt worden, darunter zwei Kinder. Die Polizei hat nun Bilder von Überwachungskameras veröffentlicht - und hofft auf Hinweise auf drei Verdächtige.

New Orleans - "Wir werden diese Typen finden, festnehmen und sie für ihre Verbrechen büßen lassen": Ronal Serpas, Polizeichef von New Orleans, demonstriert Entschlossenheit. Nach einer Schießerei mit 19 Verletzten bei einer Muttertagsparade fahndet die US-Polizei nach drei Verdächtigen. "Wir werden dabei sehr, sehr aggressiv vorgehen", fügt Bürgermeister Mitch Landrieu hinzu. Die Hintergründe der Tat sind allerdings immer noch unklar.

Drei der 19 Opfer wurden nach Krankenhausangaben schwer verletzt und mussten notoperiert werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, sagte Polizeisprecher Garry Flot. Der Junge und das Mädchen, beide zehn Jahre alt, hätten Streifschüsse abbekommen.

Die Polizei veröffentlichte inzwischen Videobilder von Überwachungskameras, die einen jungen Mann zeigen sollen, der beteiligt gewesen sein könnte. Die Schützen hätten offensichtlich gemeinsame Sache gemacht, sagte Polizeichef Serpas. Die Schüsse stammten demnach aus mindestens zwei Waffen. Der Vorfall habe nur wenige Sekunden gedauert.

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Schüsse auf Muttertagsparade: Suche nach Verdächtigen
Bürgermeister Landrieu rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. "Es waren Hunderte Menschen dort, jemand weiß, wer das getan hat." Der Vorfall ereignete sich in einem Wohnviertel, das 2005 stark durch den Hurrikan "Katrina" verwüstet worden war. In der Stadt gibt es seit Jahren eine der höchsten Mordraten in den USA. "Das ist eine Schande und das muss aufhören", sagte Landrieu der "Times Picayune".

Rund 400 Menschen hatten sich am Muttertag feiernd und tanzend an den Straßenrändern eingefunden, um den "Second Line"-Zug von Bläsergruppen zu begleiten. Gegen 14 Uhr Ortszeit wurde die Jazzparade durch mehrere Schüsse jäh unterbrochen.

wit/dpa/Reuters

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