US-Metropole: New Yorker Polizei feiert Tag ohne Gewaltverbrechen

24 Stunden lang niemand erstochen, erschossen oder erschlagen: Die New Yorker Polizei hat den friedlichsten Tag in der Metropole registriert, an den sich die Behörden erinnern können. Für allzu großes Selbstlob besteht aber kein Grund - in der Stadt gab es 2012 schon mehr als 350 Morde.

Polizisten in New York: Erfolgreich mit umstrittenen Methoden Zur Großansicht
REUTERS

Polizisten in New York: Erfolgreich mit umstrittenen Methoden

New York - New York gilt als eine der sichersten Großstädte in den USA. Doch selbst dort ist ein Tag ohne Gewaltverbrechen eine Seltenheit. Wie nun bekannt wurde, ist am Montag in der Metropole niemand erschossen, erstochen oder auf sonstige Weise Opfer eines Gewaltverbrechens geworden - zumindest sind der Polizei keine entsprechenden Taten bekannt.

"In einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern ist das extrem selten", sagte Tom Repetto, Autor des Buches "American Police - 1949-2012". An einen ähnlich friedlichen Tag könne man sich nicht erinnern, teilte ein Polizeisprecher mit. Einen konkreten Zeitraum nannte er nicht.

2012 dürften in der Stadt so wenige Morde gezählt werden wie seit 1960 nicht mehr. Bislang wurden in diesem Jahr 366 Morde registriert, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 472. In deutlich kleineren Städten sind die Zahlen im Vergleich erheblich schlimmer. In Chicago (2,7 Millionen Einwohner), das von Gang-Kriminalität geplagt ist, wurden 2012 bislang 462 Morde registriert. Und selbst Philadelphia mit 1,5 Millionen Einwohnern liegt in diesem Jahr bereits bei 301 getöteten Personen.

Beobachter wie Repetto schreiben die verhältnismäßig niedrige Zahl an Morden in New York einer Polizeistrategie zu, die darauf baut, viele Verdächtige anzuhalten und zu durchsuchen. Diese Methode ist allerdings umstritten. So bemängeln Kritiker, die zahlreichen Überprüfungen von Personen gingen nicht mit einer gestiegenen Zahl beschlagnahmter Waffen einher. Die Polizei verteidigt ihre Taktik. Sie ist überzeugt, dass sich Kriminelle dadurch schon vorher überlegen, ob sie ihre Waffen überhaupt mit auf die Straße nehmen.

Während die Mordrate um fast ein Viertel im Vergleich zu 2011 gesunken ist, stieg die Kriminalitätsrate insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent an. Das wird vor allem auf eine erheblichen Zunahme von Smartphone-Diebstählen zurückgeführt.

ulz/Reuters

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insgesamt 34 Beiträge
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1. Die Verbrechensrate...
fatherted98 29.11.2012
....in den USA ist nach wie vor erschreckend. Vor allem die Gewaltverbrechen sind in Bezug auf die Gesamtbevölkerung weiterhin hoch. Allerdings bin ich überzeugt, dass wenn wir ein so lasches Waffengesetz in D hätten, es bei uns auch nicht anders wäre.
2. Abwarten
th50us 29.11.2012
Bevor man solche Erfolgsmeldungen verbreitet, sollte man erst einmal abwarten. Viele Morde werden erst später entdeckt.
3. Glaube ich nicht!
allesbanane1 29.11.2012
Eine Verteilung dieser 366 Morde auf 332 Tage ohne einen mordfreien Tag ist sowas von unwahrscheinlich - da hat die NYPD einen Grund erfunden um sich zu feiern ... Man stelle sich nur vor 298 Tage genau ein Mord 34 Tage genau 2 Morde 0 Tage genau 0 Morde Total unwahrscheinlich, und es wird auch nicht wahrscheinlicher wenn 3 oder 4 Morde an gewissen Tagen passieren. Die einzige Erklärung für eine solche Verteilung wäre ein Psychopath, der zusieht, daß er täglich eine Person tötet....
4. Glaube ich nicht!
allesbanane1 29.11.2012
Eine Verteilung dieser 366 Morde auf 332 Tage ohne einen mordfreien Tag ist sowas von unwahrscheinlich - da hat die NYPD einen Grund erfunden um sich zu feiern ... Man stelle sich nur vor 298 Tage genau ein Mord 34 Tage genau 2 Morde 0 Tage genau 0 Morde Total unwahrscheinlich, und es wird auch nicht wahrscheinlicher wenn 3 oder 4 Morde an gewissen Tagen passieren. Die einzige Erklärung für eine solche Verteilung wäre ein Psychopath, der zusieht, daß er täglich eine Person tötet....
5. Waffengesetz und Kriminalität hängen nicht voneinander ab...
maniac_2k 29.11.2012
...denn es gibt Länder, in denen jeder Depp eine Waffe bei sich daheim zu liegen hat und die Bevölkerung sich trotzdem nicht gegenseitig abknallt. So zum Beispiel in Kanada, in Finnland und in der Schweiz. In diesen Ländern herrsch (noch) eine integre Ziviligesellschaft, die Konflikte auf andere Art und Weise als der physischen Vernichtung des Gegners zu lösen sucht. Ich denke, dass das in Deutschland auch nicht anders wäre. Messer (durchaus gleichermaßen gefährlich wie Schusswaffen) sind hier im Land leicht zu bekommen und es interessiert niemanden, ob jemand damit bewaffnet ist oder nicht. Und trozdem stechen wir uns hier nicht gegenseitig ab. Dieses Gerede um Waffengesetze ist meiner Ansicht nach größtenteils sinnfrei. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrieren unsere Zivilgesellschat nicht verkommen zu lassen.
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