New York Deutscher Adliger gesteht Kinderporno-Besitz

In New York ist ein Immobilienmakler aus München verhaftet worden, weil er Kinderpornos besessen haben soll. Eine Zeitung berichtete jetzt, der 34-Jährige habe die Taten eingeräumt. Gleichzeitig veröffentlichte das Blatt schockierende Details aus dem Geständnis.


New York - Er lebte ein Leben, wie es sich nicht wenige wünschen. Ein Leben, das ihn schmückte und das er deshalb nur zu gerne herzeigte: Matthias Freiherr von W., 34, war Luxus-Immobilienmakler auf Long Island. Er hatte nach dem Jura-Studium eine steile Karriere gemacht, fuhr eine schicke Limousine, wohnte in einem schnieken Häuschen und seine Freundin, ein schwedisches Model, war im 5. Monat schwanger. Doch dann fiel plötzlich dieses Leben in sich zusammen.

Im März wurde von W. verhaftet - wegen des Besitzes von Kinderpornografie. Auf seinem Computer wurden "Hunderte von verbotenen Fotos und Videos" sichergestellt, wie ein Ermittler seinerzeit sagte. Von W. verlor seinen Job, doch gegen eine Kaution von 250.000 US-Dollar gewann er sehr schnell zumindest seine Freiheit zurück. Doch inzwischen ist es offenbar auch damit wieder vorbei.

Wie die "Bild"-Zeitung heute meldet, wurde von W. erneut verhaftet. "Herr W. ist eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Es besteht das Risiko, dass er seine perversen Fantasien an Opfern auslebt", zitiert das Blatt einen Mitarbeiter des US-Justizministeriums. Dem Bericht zufolge hat von W. bei seinen Vernehmungen durch die Ermittler ein umfassendes Geständnis abgelegt, das bei einer gerichtlichen Anhörung in Southhampton, US-Bundesstaat New York, jetzt öffentlich wurde.

So habe von W. unter einem Pseudonym Kinderpornos heruntergeladen, sie kopiert und damit Handel getrieben. "Ich bin abhängig", so von W. laut "Bild". Die bei dem ehemaligen Makler gefundene Filme hätten brutale Misshandlungen von Kleinkindern gezeigt, schreibt die Zeitung. In einem Internet-Chat soll von W. außerdem bekannt haben: "Ich hätte gern einen fünf Jahre alten Sklaven, den ich mein Leben lang foltern kann." Außerdem zitiert ihn das Blatt mit dem Satz: "Hilflose Mädchen und kleine Mädchen zu misshandeln, ist einfach das Größte." Im Falle einer Verurteilung drohen dem Deutschen bis zu 30 Jahre Gefängnis.

jdl



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