Drohung gegen New Yorker Schule Polizei nimmt Zwillinge nach Bombenbau fest

Die New Yorker Polizei hat nach einer Bombendrohung gegen eine Schule in New York zwei Männer festgenommen. Einer der beiden ist Lehrer. Er soll Schüler dafür bezahlt haben, dass sie beim Bombenbau helfen.

New Yorker Polizist (Symbolbild)
REUTERS

New Yorker Polizist (Symbolbild)


Die Polizei in New York hat möglicherweise einen Bombenanschlag verhindert. Beamte nahmen in der Bronx zwei Männer fest, denen Vorbereitungen zum Bombenbau vorgeworfen werden. Der ehemalige Lehrer und sein Zwillingsbruder wurden am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Den beiden 27-Jährigen wird vorgeworfen, in ihrer Wohnung Sprengstoff gelagert und Bomben gebaut zu haben. Wie Bürgermeister Bill de Blasio sagte, bestand für die Stadt "keine unmittelbare Gefahr".

Die Ermittlungen hatten nach einer Bombendrohung gegen die Schule im Dezember begonnen. Damals war bereits ein Schüler festgenommen worden, der nun festgenommene Lehrer kündigte seinen Job. Auf seinem Laptop, den sein Zwillingsbruder der Schule zurückgab, entdeckten Kollegen dann Anleitungen zum Bombenbau.

Verdächtige sollen Schüler engagiert haben

Nach Angaben der Ermittler sagten mindestens zwei Schüler aus, in der Wohnung der Zwillingsbrüder an Vorbereitungen zum Bombenbau beteiligt gewesen zu sein. Der Lehrer zahlte ihnen demnach 50 Dollar die Stunde, um Feuerwerkskörper auseinanderzunehmen und das Pulver in Behälter abzufüllen.

Im Schlafzimmer der Brüder fanden die Beamten neun Kilogramm Eisenoxid und andere Chemikalien, einen Behälter mit Sprengpulver und einen Karton mit Feuerwerkskörpern. Sie entdeckten zudem ein Tagebuch mit Notizen über eine "Operation Blitz" und eine Karteikarte mit der Aufschrift: "Bei Vollmond werden die Kleinen den Terror kennenlernen."

New Yorks Vize-Polizeichef John Miller sagte, die Polizei habe die Brüder zuvor nicht "auf dem Radar" gehabt. Beiden hätten auch keinen "kriminellen Hintergrund". Wegen der Herstellung von Sprengsätzen drohen ihnen nun bis zu zehn Jahre Gefängnis. Der ehemalige Lehrer muss wegen der Weitergabe von Sprengstoff an Minderjährige mit weiteren zehn Jahren Haft rechnen.

fok/AFP/dpa



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