New York Times-Square-Fahrer wegen Mordes angeklagt

Er fuhr mitten auf dem Times Square in eine Menschenmenge, tötete eine Frau und verletzte 22 Menschen: Nun wird gegen den 26-Jährigen wegen Mordes ermittelt.


Der Autofahrer, der am New Yorker Times Square in eine Gruppe Fußgänger fuhr, ist wegen Mordes angeklagt worden. Dem 26-jährigen Richard R. wird zudem 20-facher versuchter Mord sowie in fünf Fällen ein schweres Tötungsdelikt mit einem Fahrzeug vorgeworfen.

Der Mann hatte am Donnerstagmittag (Ortszeit) mit seinem Auto auf einer Kreuzung gewendet und war dann mit hohem Tempo über den Gehweg neben der belebten Touristenstraße gefahren. Nach etwa drei Straßenblocks rammte er einen Poller, an dem sein Wagen hängenblieb. Auf der Fahrt tötete er eine Frau und verletzte 22 weitere Menschen.

Vier der 22 Opfer sind laut Feuerwehrchef Daniel Nigro lebensgefährlich verletzt worden. Ihre Überlebenschancen seien aber gut. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 18-Jährige, die laut dem Fernsehsender NY1 mit ihrer Familie aus dem US-Bundesstaat Michigan zu Besuch in der Stadt war. Ihre 13 Jahre alte Schwester wurde ebenfalls von dem Auto getroffen und kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Richard R. versuchte nach der Tat zu fliehen, wurde aber sofort überwältigt und festgenommen. "Es gibt keine Hinweise, dass dies ein terroristischer Akt war", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

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New York: Autocrash auf dem berühmten Times Square

R. ist ein Ex-Soldat aus der Bronx. Laut CNN wurde in seinem Blut die auch als Angel Dust bekannte Droge PCP festgestellt. Der Mann habe psychische Probleme und habe Polizisten gesagt, dass er erwartet habe, von ihnen erschossen zu werden.

Nach Angaben der Behörden war R. 2008 und 2015 wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Erst in diesem Monat geriet er in den Fokus der Polizei. Er soll einen Besucher in der Wohnung, in der er mit seiner Mutter lebte, mit einem Messer bedroht haben.

Ob R. sein Auto absichtlich in die Menge steuerte, war zunächst unklar. CNN zufolge sagte er der Polizei, Gott habe ihn zu der Tat gezwungen. Er habe am Donnerstag sowie bei einer früheren Festnahme angegeben, Stimmen zu hören, berichtete NY1. Der Nachrichtensender zitierte einen Freund des 26-Jährigen. Den Angaben zufolge arbeitete R. zuletzt in der Immobilienbranche und hatte ein Alkoholproblem.

Der Times Square in Manhattan, an dem der Broadway die 7th Avenue kreuzt, gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten bei Touristen. An besonders belebten Tagen werden bis zu einer halben Million Passanten gezählt.

kry/dpa

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