Schlägerei in sächsischer Unterkunft Flüchtlinge gehen mit Metallstangen aufeinander los

In einer sächsischen Flüchtlingsunterkunft ist es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Dutzenden Asylbewerbern gekommen. Drei Menschen wurden verletzt.


Bei einer Massenschlägerei von Flüchtlingen in einer Erstaufnahmeeinrichtung im sächsischen Niederau bei Meißen sind drei Männer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, schlugen die Beteiligten mit Metallstangen aufeinander ein. Dem zufolge war der Auslöser ein Streit über Gebetszeiten.

Laut Polizei geriet eine Gruppe von rund 40 Afghanen mit etwa 60 weiteren Asylbewerbern aneinander, weil die festgelegten Gebetszeiten überschritten wurden. Die Beamten identifizierten unter den Streitenden einen Rädelsführer, der die Stimmung aufgeheizt haben soll. Er sei nach medizinischer Versorgung in Gewahrsam genommen worden, so die Polizei.

Insgesamt seien 30 Beamte im Einsatz gewesen. Sie hätten die Lage nur schwer wieder beruhigen können. Die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs.

In den vergangenen Monaten gab es deutschlandweit mehrfach gewaltsame Auseinandersetzungen in Flüchtlingsheimen. Die Konflikte sind oft auf die schlechten Zustände der Unterbringung zurückzuführen. Viele Unterkünfte sind hoffnungslos überfüllt, die Menschen haben kaum Privatsphäre.

Lesen Sie hier ein Interview mit dem Leiter der niedersächsischen Unterkunft Friedland, wo derzeit 3000 statt 700 Asylbewerber untergebracht sind.

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gam/dpa/AFP



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