Niedersachsen Ermittler wollen mutmaßlichen Mord nach 50 Jahren aufklären

Kurz vor Weihnachten 1969 verschwand in Nienburg die 15-jährige Elke Kerll. Nun haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall wieder aufgenommen. Sie vermuten ein Sexualverbrechen.

Elke Kerll
Staatsanwaltschaft Verden

Elke Kerll


Fast 50 Jahre nach dem Verschwinden einer Jugendlichen aus Nienburg an der Weser ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wieder in dem bislang ungelösten Fall. Aufgrund der Gesamtumstände sei von einem Mord an der 15-Jährigen auszugehen, teilte die Staatsanwaltschaft Verden mit.

Eine Mordkommission wurde gebildet. Die Entscheidung sei "nach umfangreichen Vorprüfungen" gefallen, so die Ermittler. Sie vermuten ein Sexualverbrechen.

Elke Kerll war kurz vor Weihnachten 1969 verschwunden. Sie feierte den Ermittlern zufolge in der Nacht auf den 14. Dezember in Nienburg zunächst in der Diskothek Schauburg, später im Scandia-Club. Anschließend übernachtete sie mit Freunden in der Wohnung von Bekannten in Holtorf.

Am folgenden Morgen, einem Sonntag, wollte Elke Kerrll per Anhalter zu ihrer Arbeitsstätte in einem Kinderheim in Loccum fahren. Dann verliert sich ihre Spur. Einige Tage später wurde in der Diskothek Schauburg eine Kette gefunden, die Elke Kerll gehörte und die sie zur Tatzeit getragen haben dürfte.

Gefundene Kette
Staatsanwaltschaft Verden

Gefundene Kette

Die Ermittler baten nun um Hinweise, unter anderem auf Vergewaltigungen oder versuchte Vergewaltigungen zur Tatzeit, die noch nicht angezeigt wurden. Eine vertrauliche Behandlung sei möglich. Zudem wurde eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Falles führen.

Zeugen können sich unter der Telefonnummer 05761/9206-0 an Polizeikommissariat Stolzenau wenden.

wit/dpa

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