Nordrhein-Westfalen Weitere Fälle von irrtümlich Inhaftierten

Ein Syrer saß in Kleve zu Unrecht in Haft - und starb in seiner Zelle. Nun sind zwei weitere Fälle bekannt geworden, bei denen in Nordrhein-Westfalen Männer unschuldig im Gefängnis waren.

JVA Castrop-Rauxel
DPA

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In Nordrhein-Westfalen sind nach dem Tod eines unschuldig ins Gefängnis gesperrten Syrers zwei weitere Fälle von Verwechslungen bekannt geworden. Das Innenministerium räumte ein, dass im März im Kreis Unna ein Pole festgenommen und ins Gefängnis gesteckt worden war. Polizisten nahmen offenbar an, gegen den Mann liege ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen vor.

Erst im Gefängnis in Castrop-Rauxel sei festgestellt worden, dass der Festgenommene zwar den gleichen Vor- und Nachnamen trug, aber der zweite Vorname und das Alter nicht stimmten. Mehr als zwei Monate vergingen, bis die Verwechslung aufgeklärt war und der Mann wieder freigelassen wurde.

Das NRW-Justizministerium hatte zuvor bereits über einen weiteren Fall berichtet: Ein Marokkaner habe in Remscheid acht Monate lang unschuldig eine Strafe wegen Diebstahls abgesessen, die seinem Bruder gegolten habe. Der Mann habe sich allerdings absichtlich als sein Bruder ausgegeben. Erst die nochmalige Überprüfung seiner Identität aus Anlass des tödlichen Falls in Kleve habe dies ans Licht gebracht.

In Kleve hatte der unschuldig inhaftierte Syrer bei einem Feuer in seiner Zelle tödliche Verbrennungen erlitten. Erst danach kam heraus, dass die Haftbefehle einem Mann aus dem afrikanischen Mali galten.

sen/dpa

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