Ohne Pistole auf Streife Norwegische Polizisten müssen auf Dienstwaffe verzichten

"Hände hoch, oder ich...": Norwegische Polizisten dürften bei der Vollendung dieses Satzes künftig Probleme haben. Sie müssen unbewaffnet Streife gehen.

Bewaffnete Polizei am Osloer Hauptbahnhof: Ein Bild der Vergangenheit
DPA

Bewaffnete Polizei am Osloer Hauptbahnhof: Ein Bild der Vergangenheit


Ein Jahr lang durften sie mit Waffen auf Streife gehen. Nun patrouillieren norwegische Polizisten künftig wieder ohne Pistole am Gürtel.

Nach mehreren Terrorwarnungen sowie den Anschlägen des Rechtsterroristen Anders Behring Breivik waren die Beamten im November 2014 mit Dienstwaffen ausgerüstet worden. Die Terrorgefahr sei jedoch nun vorüber, sagte Polizeidirektor Odd Reidar Humlegård dem norwegischen Staatsfernsehen NRK. In ihren Streifenwagen sollen die Polizisten allerdings weiterhin Schusswaffen mitführen dürfen.

Kritik an der Entscheidung kommt von Norwegens Polizeigewerkschaft: "Wir können nicht sehen, dass sich die Bedrohungslage gegenüber Polizisten so verringert hat, dass man auf die Bewaffnung verzichten kann", sagte Gewerkschaftsfunktionär Sigve Bolstad dem Sender.

apr/AP

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