Norwegischer Attentäter Mediziner wollen Breiviks Gehirn untersuchen

War Anders Breivik zum Zeitpunkt seines Doppelanschlags in Norwegen zurechnungsfähig? Spezialisten sollen diese Frage jetzt klären - indem sie das Gehirn des inhaftierten Attentäters mit modernster Scan-Technik untersuchen.


Oslo - Das Osloer Amtsgericht hat nach Informationen der Zeitung "VG" die Frist für die Vorlage eines psychiatrischen Gutachtens über den Attentäter Anders Breivik um vier Wochen verlängert - damit auch neurologische Resultate einbezogen werden können. Spezialisten sollen das Gehirn des inhaftierten Massenmörders mit modernster Scan-Technik untersuchen.

Breivik hatte am 22. Juli auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers getötet. Durch eine kurz zuvor von ihm in Oslo platzierte Autobombe starben acht Menschen.

Das bisher für den 1. November angekündigte Gutachten der Psychiater Torgeir Husby und Synne Sørheim soll den Ausschlag darüber geben, ob Breivik zum Zeitpunkt der von ihm gestandenen Tat zurechnungsfähig war. Der inhaftierte Täter sei mit der Untersuchung seines Gehirns einverstanden, hieß es in dem Bericht.

Nach Angaben der Zeitung "Aftenposten" werden für die Prozesseröffnung gegen Breivik im April 2012 bis zu 2000 Journalisten in Norwegen erwartet.

wit/dpa



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