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NRW: Pfarrer mit Kinderporno-Fotos erpresst

Zu mehr als fünf Jahren Gefängnis wurde ein Mann in Dortmund verurteilt, der einen Pfarrer erpresst hatte. Beim Einbruch in dessen Haus hatte der 41-jährige Angeklagte kinderpornografische Fotos gefunden - und den Geistlichen unter Druck gesetzt.

Dortmund - Nach der gescheiterten Erpressung eines Pfarrers aus Hamm ist der Täter am Dienstag vom Dortmunder Landgericht zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Der 41-Jährige hatte gestanden, im Oktober 2007 unter anderem in das Pfarrhaus einer katholischen Gemeinde in Hamm eingebrochen zu sein.

Im Schlafzimmer des Pfarrers habe er kinderpornografische Fotos gefunden und den Geistlichen später damit erpresst. Der Mann konnte jedoch bei der Geldübergabe festgenommen werden.

Die Richter verhängten gegen den vielfach vorbestraften Mann zudem Sicherungsverwahrung. Damit könnte er auch nach Verbüßung der Haftstrafe eingesperrt bleiben.

Der Geistliche, der inzwischen nicht mehr im Kirchendienst tätig sein soll, bezeichnete den Angeklagten in seiner Aussage als den Mann, der "sein Leben zerstört" habe.

Auf die Tatsache, dass er selbst bereits vor Monaten wegen des Besitzes kinderpornografischer Fotos zu einer Geldstrafe von 3200 Euro verurteilt worden ist, ging er mit keinem Wort ein.

Der Angeklagte hatte im Prozess lange Zeit keine Angaben gemacht, obwohl er bereits nach seiner Festnahme ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte. Das Gericht bezeichnete den Angeklagten in der Urteilsbegründung als Hangtäter, der nach derzeitiger Einschätzung zur Begehung weiterer Straftaten neige.

pad/dpa

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