Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

NSU-Prozess: Zschäpe stellt neuen Befangenheitsantrag

Beate Zschäpe will ihre drei Altverteidiger im NSU-Prozess loswerden, doch gerade ist sie mit diesem Antrag gescheitert. Laut einem Agenturbericht wirft die Angeklagte nun dem Gericht Befangenheit vor.

Beate Zschäpe vor Gericht: Zoff mit ihren Altverteidigern Zur Großansicht
AFP

Beate Zschäpe vor Gericht: Zoff mit ihren Altverteidigern

Beate Zschäpe hat im NSU-Prozess einen neuen Befangenheitsantrag gegen das Gericht gestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Demnach reichte die Angeklagte den Antrag bereits am Wochenende schriftlich ein. Sie reagierte damit offenbar auf die Entscheidung des Gerichts, ihre drei Pflichtverteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm auf ihren Posten zu belassen. Mit den drei Anwälten ist sie schon seit Langem zerstritten; Ursache ist ein Konflikt über die Verteidigungsstrategie.

Zuletzt hatte das Gericht einen Befangenheitsantrag des Mitangeklagten Ralf Wohlleben abgewiesen. Auch entsprechende Vorstöße Zschäpes wurden in der Vergangenheit bereits abgelehnt.

Für diese Woche hat das Gericht drei Verhandlungstage angesetzt. Ob sie wie geplant stattfinden können, ist nun unklar. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Zschäpes Anwalt Mathias Grasel, er wolle am Dienstag einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Götzl stellen.

Zschäpe muss sich als mutmaßliche Mittäterin für die Serie von zehn Morden verantworten, die dem "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) zur Last gelegt werden. Zschäpe bestreitet, vorab von den Morden gewusst zu haben. Sie hat die Schuld auf Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos geschoben.

hut/dpa

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: