NSU-Prozess Altverteidiger starten erneuten Entlassungsversuch 

Das Verhältnis zwischen Beate Zschäpe und ihren Altverteidigern gilt als zerrüttet. In der Endphase des Prozesses versuchen die Anwälte erneut, von ihrem Mandat entbunden zu werden.

Die Altverteidiger Sturm (Mitte), Heer (links) und Stahl (rechts) (Archiv)
DPA

Die Altverteidiger Sturm (Mitte), Heer (links) und Stahl (rechts) (Archiv)


Im NSU-Prozess hat der Pflichtverteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe, Wolfgang Heer, beantragt, die Altverteidiger Anja Sturm, Wolfgang Stahl und sich selbst von ihren Mandaten zu entbinden.

Das Verhältnis der sogenannten Altverteidiger zu Beate Zschäpe gilt seit Langem als zerrüttet. Die Angeklagte hatte bereits mehrfach versucht, die Anwälte loszuwerden, auch Heer, Stahl und Sturm hatten mehrfach beantragt, ihre Mandate abgeben zu dürfen - vergeblich.

Die Angeklagten im NSU-Prozess
Foto Beate Zsch¿pe
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Foto Andr¿ E.

Fotos: BKA/DER SPIEGEL

Heer begründete den Antrag damit, dass Zschäpes vierter Verteidiger Mathias Grasel seit zwei Jahren und sieben Monaten als Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe an dem Prozess teilnehme. Dadurch wären sowohl die Beistandsfunktion als auch die Durchführung eines ordnungsgemäßen Verfahrens gewährleistet. Grasel teilte im Anschluss an den Antrag mit, dass Zschäpe sich dem Antrag anschließe.

Im Laufe des Verfahrens war Zschäpe zunächst der vierte Pflichtverteidiger Mathias Grasel zur Seite gestellt worden, zudem lässt sie sich auch von Rechtsanwalt Hermann Borchert beraten. Zschäpe und ihre drei Altverteidiger, die sie seit Beginn der Hauptverhandlung betreuen, meiden dagegen den Kontakt.

brt/hut

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