NSU-Prozess Gericht lehnt Befangenheitsanträge der Zschäpe-Verteidigung ab

Es ging unter anderem um die Bezahlung eines Anwalts von Beate Zschäpe: Im NSU-Prozess sind die Verteidiger der Hauptangeklagten mit einem Befangenheitsantrag gegen alle fünf Richter gescheitert. Die Verhandlung wird wie geplant fortgesetzt.

Angeklagte Zschäpe mit Verteidigern: Anträge abgelehnt
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Angeklagte Zschäpe mit Verteidigern: Anträge abgelehnt


München - Das Münchner Oberlandesgericht hat im NSU-Prozess Befangenheitsanträge der Verteidigung von Beate Zschäpe abgelehnt. Der Vorsitzende Manfred Götzl setzte den Prozess nach eintägiger Unterbrechung wie geplant fort. Da der Antrag alle fünf Richter betraf, musste ein anderer Senat über die Befangenheitsanträge entscheiden.

Unter anderem ging es um einen nach Ansicht der Zschäpe-Verteidiger zu geringen Vorschuss für Anwalt Wolfgang Stahl.

Mit den vorgetragenen Sachverhalten seien Zweifel an der Unvoreingenommenheit der abgelehnten Richter nicht zu begründen, heißt es in einer Mitteilung des Oberlandesgerichts.

In der Verhandlung am heutigen Donnerstag berichtete zunächst eine Zeugin über die Brandstiftung in der Wohnung des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) in Zwickau. Die Hauptangeklagte Zschäpe soll nach dem Suizid ihrer mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt das Feuer gelegt haben. Die frühere Nachbarin des Trios sagte, sie habe an eine Gasexplosion geglaubt. Näher gekannt habe sie die drei Untergetauchten nicht.

hut/dpa

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