Erfolg für Zschäpe-Verteidiger Gericht beschließt Pause im NSU-Prozess

Die Angeklagte Beate Zschäpe hat im NSU-Verfahren einen vierten Pflichtverteidiger. Und der bekommt von den Richtern erst einmal Zeit, sich einzuarbeiten.

Beate Zschäpe: Zeit für den neuen Anwalt
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Beate Zschäpe: Zeit für den neuen Anwalt


Das Oberlandesgericht (OLG) München hat den NSU-Prozess gegen die Angeklagte Beate Zschäpe unterbrochen. Alle drei Verhandlungstermine in dieser Woche wurden abgesetzt. Außerdem strich das Gericht zwei weitere Termine, den 22. und 30. Juli. Es folgte damit teilweise einem Antrag des neuen Zschäpe-Verteidigers Mathias Grasel.

Grasel war Zschäpe zu Wochenbeginn als vierter Verteidiger beigeordnet worden. Er hatte eine dreiwöchige Verhandlungspause verlangt, um sich in den Stoff einarbeiten zu können. Dem folgte das Gericht nur teilweise und machte geltend, dass die Angeklagte weiterhin auch von ihren drei bisherigen Anwälten verteidigt werde. Der nächste Verhandlungstag ist nun der kommende Dienstag.

Zschäpe hatte behauptet, das Vertrauen zu ihren bisherigen rechtlichen Vertretern sei gestört. Das Gericht hatte ihr daher zu Wochenbeginn Grasel beigeordnet. Zuvor hatte es Zschäpes Wunsch abgelehnt, Anwältin Anja Sturm vom Mandat zu entbinden.

Grasel ist 31 Jahre alt und seit 2011 als Anwalt zugelassen. Seine 40-jährige Mandantin ist unter anderem wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Sie soll als führendes Mitglied der NSU für deren Taten mitverantwortlich sein.

sms/dpa



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